/ 05.06.2013
Volker Bornschier
Westliche Gesellschaft - Aufbau und Wandel
Zürich: Seismo 1998; 479 S.; 72,50 DM; ISBN 3-908239-66-4Überarbeitete und ergänzte Fassung des 1988 unter dem Titel "Westliche Gesellschaft im Wandel" erschienenen Buches des Autors. Sozialer Wandel, so die These Bornschiers, lasse sich als "diskontinuierliche Evolution von Gesellschaftsmodellen" (2) deuten, wobei er letztere als den "zu einem gegebenen Zeitpunkt in einer Gesellschaft vorherrschenden Basiskonsens und die damit verbundenen institutionellen Arrangements zur Regelung von Konflikten zwischen gesellschaftlichen Leitwerten und partikulären Machtansprüchen" (3) faßt. Damit stehen Gesellschaftsmodelle und nicht Gesellschaften selbst im Mittelpunkt der Betrachtung. Diese Modelle unterlägen nun einem Lebenszyklus (Anfang, Höhepunkt und Zerfall), wobei sich - analog zu Marktprozessen - "im Weltwettbewerb langfristig nur jenes Gesellschaftsmodell im Zentrum des Weltgeschehens durchsetzen wird, das Legitimität jeweils optimiert - im historischen Vergleich zu Herausforderern und Wettbewerbern" (11). In seiner Darstellung konzentriert sich der Autor vor allem auf die westlichen Gesellschaftsmodelle, teilweise auch aus historischer Perspektive.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.2 | 2.21 | 2.23 | 4.43
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Volker Bornschier: Westliche Gesellschaft - Aufbau und Wandel Zürich: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7109-westliche-gesellschaft---aufbau-und-wandel_9503, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9503
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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