Skip to main content
/ 17.06.2013
Katri K. Sieberg

Criminal Dilemmas. Understanding and Preventing Crime

Berlin/Heidelberg/New York: Springer 2001 (Studies in Economic Theory); XX, 180 S.; hardc., 54,65 €; ISBN 3-540-67804-2
Wer eine Straftat begehen will entscheidet sich rational - so der Ausgangspunkt der englischsprachigen Arbeit - wie bei jeder anderen Frage auch unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken und Gewinnchancen. Ausgehend von dem aus der Spieltheorie bekannten Gefangenendilemma entwickelt die Autorin ein mathematisches Grundmodell dieser Entscheidung. Dabei zeigt sie zunächst, dass Gefängnisstrafen bei Nicht-Gewalttaten kontraproduktiv sind und deshalb eine Differenzierung zu Gewaltverbrechen erfolgen sollte. Die folgenden Kapitel der sehr gut verständlichen, nicht selten mit Humor geschriebenen und nur sehr geringe mathematische Kenntnisse voraussetzenden Arbeit beschäftigen sich detaillierter mit einzelnen Straftaten, wobei die Arbeit allerdings auf amerikanische Verhältnisse bezogen ist, sodass einige ihrer konkreten Handlungsempfehlungen, etwa zur Prostitution, aus europäischer Perspektive weniger interessieren. Inhaltsübersicht: 1. Alternative Sentencing; 2. Private Prisons; 3. Prostitution; 4. Drugs; 5. Gangs; 6. Gun Control.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.2632.64 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Katri K. Sieberg: Criminal Dilemmas. Berlin/Heidelberg/New York: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15830-criminal-dilemmas_18068, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18068 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA