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/ 11.06.2013
Martin Ludwig Hofmann / Tobias F. Korta / Sibylle Niekisch (Hrsg.)

Culture Club. Klassiker der Kulturtheorie

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2004 (suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1668); 301 S.; 11,- €; ISBN 3-518-29268-4
Über den Kulturbegriff, so die Herausgeber, gelinge vielfach das Einfangen von „Facetten sozialer Realitäten, die jenseits von Ökonomie und Politik zu existieren scheinen" (7), und deren Erklärung den Sozialanalytikern immer weniger zu gelingen schien. Es seien jeweils Grenzgänger der verschiedensten Fächer gewesen, die schon früh die theoretischen Grundlagen der Kulturwissenschaften (im Plural) legten, welche sich dann ab den Achtzigerjahren in den Debatten um Moderne und Postmoderne endgültig als Disziplin durchsetzen konnte. Als Klassiker der Kulturtheorie werde in diesem Band berücksichtigt, wer einen wichtigen kulturtheoretischen Problemkreis entdeckt oder eine spezifisch kulturwissenschaftliche Methode erarbeitet hat. Ziel sei dabei nicht deren Kanonisierung, sondern eher eine Darstellung der Vielgestaltigkeit des kulturwissenschaftlichen Denkens. Mit dem Band ehren Freunde, Kollegen und Schüler den Freiburger Kultursoziologen Wolfgang Eßbach anlässlich seines 60. Geburtstags. Aus dem Inhalt: Klaus Theweleit: Sigmund Freud (1856-1939). Wege zur Traumdeutung (10-30) Martin Ludwig Hofmann: Georg Simmel (1858-1918). Theorie der Extravaganz als Kulturtheorie der Moderne (31-47) Michael Makropoulos: Robert Ezra Park (1864-1944). Modernität zwischen Urbanität und Grenzidentität (48-66) Ingeborg Villinger: Ernst Cassirer (1874-1945). Eine symbolische Logik des Politischen (67-85) Tobias F. Korta: Walter Benjamin (1892-1940). Der Engel im „Grand Hotel Abgrund" (86-102) Willem van Reijen: Max Horkheimer (1895-1973) und Theodor W. Adorno (1903-1969). Was heißt Kultur? Bemerkungen zu ihrer Kritischen Theorie (103-126) Christa Karpenstein-Eßbach: Georges Bataille (1897-1962). Ein Denken der Transgression (127-144) Thanos Lipowatz: Jacques Lacan (1901-1981). Das Begehren des Subjekts und des Anderen in der Psychoanalyse (145-162) Walter Seitter: Michel Foucault (1926-1984). Struktur, Entscheidung, Ordnung, Stil (163-186) Wolfgang Hagen: Niklas Luhmann (1927-1998). Luhmanns Medien - Luhmanns Matrix (187-203) Joseph Jurt: Pierre Bourdieu (1930-2002). Eine Soziologie der symbolischen Güter (204-219) Karsten Kumoll / Hermann Schwengel: Marshall P. Sahlins (*1930). Kultur, Geschichte und die Indigenisierung der Moderne (220-239) Sibylle Niekisch: John Fiske (*1939). Populärkultur zwischen Alltagspraxis und Widerstand (240-258) Nina Degele / Timothy Simms: Bruno Latour (*1947). Post-Konstruktivismus pur (259-275) Gerburg Treusch-Dieter: Judith Butler (*1956). Die Politik der Verwandtschaft im Kontext einer Diskursgeschichte der Neuen Frauenbewegung (276-296)
Thomas Nitzsche (TN)
M. A., Fachreferent für Politikwissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaft an der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena (ThULB).
Rubrizierung: 5.465.42 Empfohlene Zitierweise: Thomas Nitzsche, Rezension zu: Martin Ludwig Hofmann / Tobias F. Korta / Sibylle Niekisch (Hrsg.): Culture Club. Frankfurt a. M.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9481-culture-club_23429, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 23429 Rezension drucken
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