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/ 20.06.2013

Das Londoner Schuldenabkommen

Ursula Rombeck-Jaschinski

Das Londoner Schuldenabkommen. Die Regelung der deutschen Auslandsschulden nach dem Zweiten Weltkrieg

München: R. Oldenbourg Verlag 2005 (Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London 58); 484 S.; Ln., 54,80 €; ISBN 3-486-57580-5
Geschichtswiss. Habilitationsschrift Düsseldorf; Gutachter: K. Düwell. – Rombeck-Jaschinski konstatiert eingangs eine überraschende Forschungslücke: Das Londoner Schuldenabkommen von 1953 sei bislang von der Geschichtswissenschaft eher stiefmütterlich behandelt worden. Die detaillierte Studie soll diesem Missstand abhelfen. Die Autorin verfolgt einen politikgeschichtlichen Ansatz. Sie stellt die Vorgeschichte und den Ablauf der Verhandlungen eingebettet in die politische Geschichte der frü...
Ursula Rombeck-Jaschinski

Das Londoner Schuldenabkommen. Die Regelung der deutschen Auslandsschulden nach dem Zweiten Weltkrieg

München: R. Oldenbourg Verlag 2005 (Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London 58); 484 S.; Ln., 54,80 €; ISBN 3-486-57580-5
Geschichtswiss. Habilitationsschrift Düsseldorf; Gutachter: K. Düwell. – Rombeck-Jaschinski konstatiert eingangs eine überraschende Forschungslücke: Das Londoner Schuldenabkommen von 1953 sei bislang von der Geschichtswissenschaft eher stiefmütterlich behandelt worden. Die detaillierte Studie soll diesem Missstand abhelfen. Die Autorin verfolgt einen politikgeschichtlichen Ansatz. Sie stellt die Vorgeschichte und den Ablauf der Verhandlungen eingebettet in die politische Geschichte der frühen Bundesrepublik dar. Dabei geht es ihr vor allem darum, die Bedeutung des Abkommens für die Erweiterung des Handlungsspielraums der Bundesrepublik deutlich zu machen. Erst die Einigung auf eine Schuldenlast, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des jungen Staates nicht überforderte, habe den Weg zu einem wirtschaftlichen Aufschwung freigemacht und gleichzeitig außen- und sicherheitspolitische Handlungsspielräume eröffnet. Der Weg dorthin sei aber keineswegs einfach gewesen. Rombeck-Jaschinski zeigt detailliert, dass die Vorstellungen der Gläubiger und der Bundesrepublik teilweise weit auseinander klafften. Nicht zuletzt deshalb seien viele Beobachter hinsichtlich der Erfolgschancen der Verhandlungen anfangs äußerst skeptisch gewesen. Auch die Gläubiger selbst hätten unterschiedliche Interessen verfolgt, wobei aber letztlich stets die Dominanz der USA den Ausschlag gegeben habe. Auch die Rolle des deutschen Verhandlungsleiters Hermann-Josef Abs, der von Adenauer persönlich eingesetzt worden war, streicht die Autorin immer wieder heraus. Die wirtschaftlich komplizierten und politisch äußerst heiklen Verhandlungen seien nicht zuletzt durch dessen diplomatisches Geschick erfolgreich abgeschlossen worden.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.14.214.222.313 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Ursula Rombeck-Jaschinski: Das Londoner Schuldenabkommen. München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22432-das-londoner-schuldenabkommen_25594, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 25594 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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