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/ 17.06.2013
Pierre Bourdieu

Das politische Feld. Zur Kritik der politischen Vernunft. Aus dem Französischen von Roswitha Schmid

Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2001 (édition discours 29); 140 S.; brosch., 18,- €; ISBN 3-89669-984-9
Wie lässt sich Politik denken, ohne politisch zu denken? Mit dieser Frage lässt sich das Programm des kürzlich verstorbenen französischen Soziologen in nuce umreißen. Seine Antwort darauf, das Konzept des politischen Feldes, an dessen Formulierung er seit den 70er-Jahren arbeitet, wird nach wie vor in Deutschland wenig rezipiert. Bourdieu denkt Politik als eigengesetzlichen Handlungszusammenhang, in dem die Akteure mit Macht, die auf der Mobilisierung anderer gesellschaftlicher Akteure und deren politischen Kapitals basiert, um die Durchsetzung ihrer Sichtweisen der sozialen Realität ringen. Das Büchlein präsentiert Vorträge und Aufsätze, in denen die Entstehung und Weiterentwicklung von Bourdieus Theorie erkennbar wird. Zum Teil stehen diese jetzt zum ersten Mal in deutscher Sprache zur Verfügung. Ergänzt werden diese Primärtexte durch einen einleitenden Artikel, in dem Philippe Fritsch Entstehungsgeschichte und Zusammenhang des politischen Felds umreißt und weiterführende Fragen aufwirft. Inhalt: Pierre Bourdieu im Gespräch mit Philippe Fritsch (1999); Das politische Feld (1999); Die politische Repräsentation (1981); Formen politischen Handelns und Existenzweisen von Gruppen (1973); Kurze Bemerkung über die Antinomie des kollektiven Protests (1986); Sozialer Raum und politisches Feld (1985); Politische Monopolisierung und symbolische Revolution (1993).
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.42 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Pierre Bourdieu: Das politische Feld. Konstanz: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15854-das-politische-feld_18097, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18097 Rezension drucken
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