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/ 19.06.2013
Reza Ranjbar

Das Rechtsregime des Kaspischen Meeres und die Praxis der Anrainerstaaten

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2004 (Veröffentlichungen aus dem Institut für Internationale Angelegenheiten der Universität Hamburg 26); 179 S.; brosch., 34,- €; ISBN 3-8329-0458-1
Rechtswiss. Diss. Hamburg; Gutachter: S. Oeter, R. Lagoni. - Von einer breiteren Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, findet in der Region des Kaspischen Meeres seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes ein machtpolitisches Ringen um Öl- und Gasvorkommen sowie die damit verbundenen Pipelineführungen statt. Geostrategische und wirtschaftliche Interessen der USA und Russlands, aber auch der Regionalmächte Türkei und Iran treffen hier aufeinander. Auch multinationale Energieunternehmen spielen eine bedeutende, teils von den Staaten instrumentalisierte, teils staatlichen Interessen zuwiderlaufende Rolle. Vor diesem Hintergrund ist die in der Dissertation aufgeworfene Frage nach der völkerrechtlichen Einordnung und den daraus erwachsenden Konsequenzen für die Aufteilung und die Nutzung des ölreichen Kaspischen Meeres ein Politikum ersten Ranges. Folgerichtig geht der Autor ausführlich auf die politische Dimension seiner völkerrechtlichen Fragestellung ein. Auch wenn nicht jede Verästelung der juristischen Argumentation politikwissenschaftlich relevant ist, bietet die Arbeit eine kompetente Darstellung der Problematik.
Christian Becker (BEC)
Dr. rer. pol.
Rubrizierung: 4.14.22.622.63 Empfohlene Zitierweise: Christian Becker, Rezension zu: Reza Ranjbar: Das Rechtsregime des Kaspischen Meeres und die Praxis der Anrainerstaaten Baden-Baden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21089-das-rechtsregime-des-kaspischen-meeres-und-die-praxis-der-anrainerstaaten_24601, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24601 Rezension drucken
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