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/ 17.06.2013
Beate Ihme-Tuchel

Die DDR

Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2002 (Kontroversen um die Geschichte); VIII, 128 S.; kart., 16,50 €; ISBN 3-534-14733-2
In acht Themen gegliedert, stellt die Autorin wissenschaftliche Erkenntnisse zur politischen Entwicklung der DDR vor. Das Buch gehört zu einer Reihe, die als Studienliteratur konzipiert ist. Deshalb werden wichtige Ereignisse und Entwicklungen sowie deren Interpretation in der DDR-Forschung in knapper Form vorgestellt. So entsteht ein informativer Überblick, bei dem auch Lücken im Wissen festgestellt werden. So sei zum Beispiel nicht bekannt, wie viele SED-Mitglieder sich an den Protesten rund um den 17. Juni 1953 beteiligt haben. Die Autorin verweist auch auf die Schwierigkeiten der westdeutschen DDR-Forschung, die vor 1989 oft einen systemimmanenten Ansatz gehabt und so den Blick auf den totalitären Charakter des Regimes verloren habe. Eine Neukonzeption der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte, die weder Separat- noch ideologisierte gesamtdeutsche Nationalgeschichte sei, stehe noch aus. Und die Folgen der zweiten deutschen Diktatur "werden uns [...] noch lange beschäftigen; sie sind Teil der aktuellen Politik" (105). Aus dem Inhalt: III. Forschungsprobleme: 1. Die Gründung der DDR; 2. Der 17. Juni 1953 - "Aufstand" oder "Erhebung", Arbeiter oder Volk als Träger?; 3. Der Bau der Berliner Mauer - Vorgeschichte, Ablauf und Folgen; 4. Von Ulbricht zu Honecker - "Machtwechsel", Bruch, Kontinuität oder Wandel?; 5. Kontroversen um das Ende der DDR - Wende, Implosion, Revolution oder "Refolution"?; 6. Interpretationen der DDR-Geschichte.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.314 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Beate Ihme-Tuchel: Die DDR Darmstadt: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16918-die-ddr_19436, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19436 Rezension drucken
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