/ 21.06.2013
Susanne Pfeiffer
Die deutsch-französische Partnerschaft: störanfällig, aber strapazierfähig? Eine Analyse im Bereich der Außen-, Sicherheits- und Europapolitik (1990-2000)
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2006; 419 S.; brosch., 59,- €; ISBN 978-3-631-54656-7Politikwiss. Diss. Frankfurt a. M.; Erstgutachter: G. Hellmann. – In der Folgezeit des EU-Gipfels von Dezember 2000 in Nizza äußerten Beobachter wiederholt Zweifel am Fortbestand der traditionellen Ausformung der deutsch-französischen Beziehungen und befürchteten eine Erosion der Rolle der beiden Staaten als Motor des europäischen Integrationsprozesses. Anhand der detaillierten Untersuchung von Interaktionsprozessen zwischen den beiden Exekutiven und der diesbezüglichen Einflussfaktoren zeigt diese Studie, dass derart pessimistische Erwartungen nicht unberechtigt sind. Da die Anpassungsfähigkeit deutscher und französischer Regierungseliten an veränderte europa- und sicherheitspolitische Rahmenbedingungen weniger stark ausgeprägt ist, als dies zur Weiterentwicklung der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit nötig wäre, sind Fortschritte im Sinne der Herausbildung kooperationsfördernder und beziehungsschonender Verhaltensweisen ausgeblieben. Darunter leidet vor allem das bilaterale Verhältnis, das sich in den vergangenen Jahren in den verschiedenen Sachbereichen als weitaus weniger solide erwiesen hat, als gemeinhin angenommen wird.
Markus Kaim (MK)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
Rubrizierung: 4.2 | 4.21 | 4.22 | 2.61 | 3.7
Empfohlene Zitierweise: Markus Kaim, Rezension zu: Susanne Pfeiffer: Die deutsch-französische Partnerschaft: störanfällig, aber strapazierfähig? Frankfurt a. M. u. a.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26067-die-deutsch-franzoesische-partnerschaft-stoeranfaellig-aber-strapazierfaehig_30318, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30318
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Forschungsgruppe "Sicherheitspolitik", Stiftung Wissenschaft und Politik, Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit, Berlin.
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