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/ 11.06.2013
Erna Seeberger-Sturzenegger

Die Frau des Philosophen. Vom Traum zum Trauma - ein autobiographischer Rückblick

Basel: Schwabe & Co. AG 2003; 419 S.; 2., unveränd. Aufl.; geb., 19,50 €; ISBN 3-7965-1927-X
1907 kam die Autorin im appenzellischen Teufen zur Welt. Nach einer kaufmännischen Lehre in Teufen und einem Italienaufenthalt wohnte und arbeitete sie in Zürich, entwickelte sich von der Stenotypistin zur Privatsekretärin, ihre Leidenschaft gehörte jedoch der Philosophie, die sie in autodidaktischer Weise studierte. Die Begegnung mit der politischen Linken weckte ihr Interesse an Hegel, das sie fortan nicht mehr losließ. Ihre zweite Ehe mit dem sieben Jahre jüngeren Willy Seeberger war außerordentlich unglücklich, was sie detailliert schildert. Auf ihr Anraten studierte er Philosophie, seine schriftlichen Arbeiten verfasste sie jedoch. Darunter befindet sich die Monografie "Hegel - oder die Entwicklung des Geistes zur Freiheit", die 1961 im Klett Verlag unter dem Namen ihres Mannes erschienen ist. Hinzu kommen Essays und Beiträge für verschiedene Tageszeitungen. Im Alter von 85 Jahren trennt sie sich von Seeberger und beginnt 1992, ihre auffallend stark emotional geprägten Lebenserinnerungen zu verfassen. Im Juli 1995 - wenige Tage vor ihrem Tod - stellt sie sie fertig. Erna W. Seeberger, das einzige Kind der „Frau des Philosophen", hat diesen autobiografischen Rückblick herausgegeben und mit einer Zeittafel, einigen Erläuterungen und einem Nachwort versehen.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 1.35.42 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Erna Seeberger-Sturzenegger: Die Frau des Philosophen. Basel: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9439-die-frau-des-philosophen_20815, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20815 Rezension drucken
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