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/ 17.06.2013
Klaus-Dieter Baumgarten / Peter Freitag (Hrsg.)

Die Grenzen der DDR. Geschichte, Fakten, Hintergründe

Berlin: edition ost 2004; 448 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-360-01057-4
Wer Freude an ewiggestrigen Rechtfertigungen hat, ist mit diesem Buch bestens bedient. Unter der Herausgeberschaft des ehemaligen Chefs der DDR-Grenztruppen, Baumgarten, der rechtskräftig verurteilt ist wegen elffachen Totschlags und fünffachen versuchten Totschlags, und des vormaligen Leiters des Lehrstuhls „Taktik der Grenztruppen" an einer Dresdner Militärakademie, Freitag, haben die Autoren alles zusammengetragen, was sich zur Rechtfertigung des „antifaschistischen Schutzwalls" vorbringen lässt. Er habe vor allem militärischen Zwecken gedient und sollte nicht in erster Linie Flüchtlinge vom Grenzübertritt abhalten usw. usf. Die Suche nach auch nur einem Bedauern, dass es Tote an dieser Mauer gegeben hat, gibt man als Leser schnell wieder auf. Immerhin betont beispielsweise Konteradmiral a. D. Herbert Städtke, man habe „die Seegrenze der DDR im festen Glauben an eine gute und gerechte Sache" (280) gesichert. Insgesamt dürfte der Sammelband allenfalls für Militärhistoriker interessant sein.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.314 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Klaus-Dieter Baumgarten / Peter Freitag (Hrsg.): Die Grenzen der DDR. Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14676-die-grenzen-der-ddr_25468, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25468 Rezension drucken
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