/ 06.06.2013
Anton Amann
Die großen Alterslügen. Generationenkrieg - Pflegechaos - Fortschrittsbremse?
Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag 2004; 254 S.; geb., 29,90 €; ISBN 3-205-77246-6Der Autor, Professor für Soziologie an der Universität Wien, will den oft einseitigen und Ängste schürenden Vorstellungen vom Alter entgegentreten. Er präsentiert ein breites Spektrum an wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen zum Thema aus den verschiedenen Disziplinen, allerdings mit einem sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt: Neben Fragen der biologisch-psychologischen Veränderungen im Alter stehen auch das ökonomische Potenzial und die Strukturen der Rentenversicherung auf dem Programm; die Themen werden zudem häufig in ihre historischen Zusammenhänge eingebettet. Diese Erkenntnisse präsentiert Amann in verständlicher und leicht lesbarer Form. Die zentralen Probleme der Überalterung von Gesellschaften sind in allen entwickelten Industrienationen ähnlich, dementsprechend stellt der Autor internationale Vergleiche an. Das Einzige Manko an dem ansonsten außerordentlich gelungenen Werk ist die wenig aussagekräftige Gliederung, die die gezielte Informationssuche unnötig erschwert.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.2 | 2.22 | 2.23 | 2.262 | 2.4 | 2.35 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Anton Amann: Die großen Alterslügen. Wien/Köln/Weimar: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8911-die-grossen-altersluegen_25272, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25272
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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