/ 20.06.2013
Die witzige Dienstklasse
Michael Brie
Die witzige Dienstklasse. Der politische Witz im späten Staatssozialismus
Berlin: Karl Dietz Verlag 2004 (Rosa-Luxemburg-Stiftung: Texte 13); 61 S.; brosch., 6,- €; ISBN 3-320-02952-5Der politische Witz war in der DDR ein weit verbreitetes Phänomen und neue Witze machten schnell die Runde. In knapper Form analysiert der Autor zunächst aus linguistischer Perspektive die Text- und Erzählstrukturen sowie die narrativen Bezüge des politischen Witzes im Staatssozialismus. Anschließend arbeitet er die gesellschaftliche Funktion des Witze-Erzählens in der sozialistischen Gesellschaft heraus. Hierbei verdeutlicht er u. a., dass dieses gemeinschaftsstiftend wirkte, weil es erlaubte, ...
Michael Brie
Die witzige Dienstklasse. Der politische Witz im späten Staatssozialismus
Berlin: Karl Dietz Verlag 2004 (Rosa-Luxemburg-Stiftung: Texte 13); 61 S.; brosch., 6,- €; ISBN 3-320-02952-5Der politische Witz war in der DDR ein weit verbreitetes Phänomen und neue Witze machten schnell die Runde. In knapper Form analysiert der Autor zunächst aus linguistischer Perspektive die Text- und Erzählstrukturen sowie die narrativen Bezüge des politischen Witzes im Staatssozialismus. Anschließend arbeitet er die gesellschaftliche Funktion des Witze-Erzählens in der sozialistischen Gesellschaft heraus. Hierbei verdeutlicht er u. a., dass dieses gemeinschaftsstiftend wirkte, weil es erlaubte, sich angesichts der Übermacht der herrschenden Ideologie über die dieser widersprechende, tatsächlich erlebte Realität zu verständigen. Mit der Wende sei diese Funktion jedoch nicht mehr gegeben gewesen, folglich sei der politische Witz seitdem praktisch verschwunden.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.314 | 2.62 | 2.23
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Michael Brie: Die witzige Dienstklasse. Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22224-die-witzige-dienstklasse_25344, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25344
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA