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/ 12.06.2013
Christoph Rohloff

Dimensionen friedlichen Systemwandels. Ansätze zur Friedensursachenforschung

Online-Publikation 2004 (http://www.ub.uni-duisburg.de/ETD-db/theses/available/duett-03062004-160017/); III, 173 S.
Diss. Duisburg-Essen; Gutachter: F. Nuscheler, F. R. Pfetsch. - Während die Transformationsforschung in erster Linie den Transformationsprozess selbst in den Blick nehme, ohne die vorangegangenen Konflikte umfassend mit in die Betrachtungen einzubeziehen, sei umgekehrt die Kriegsursachenforschung auf die Analyse des jeweiligen Konfliktes konzentriert. Die Bedeutung Internationaler Organisationen werde wiederum in getrennten Forschungsfeldern untersucht. Der Autor will diese drei Ansätze zusammenführen und entwickelt ein dreidimensionales Modell eines friedlichen Systemwandels. Als Einflussfaktoren auf das Verhalten von Staaten in kritischen Transformationsphasen identifiziert er erstens die Wahrnehmung von Theorien und Konzepten zum internationalen Frieden durch die beteiligten Staaten, zweitens den im Inneren der Staaten ausgeübten gesellschaftlichen Veränderungsdruck und drittens die international wirksam werdenden Normen und Institutionen. Insbesondere der dritte Faktor sei für eine erfolgreiche friedliche Demokratisierung von großer Bedeutung. Abschließend ordnet Rohloff seine Ergebnisse theoretisch ein und diskutiert sie am Beispiel der KSZE beziehungsweise OSZE.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 4.414.14.35.442.22.22 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Christoph Rohloff: Dimensionen friedlichen Systemwandels. 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14289-dimensionen-friedlichen-systemwandels_26849, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 26849 Rezension drucken
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