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/ 20.06.2013
Kyra T. Inachin

Durchbruch zur demokratischen Moderne. Die Landtage von Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz und Pommern während der Weimarer Republik

Bremen: Edition Temmen 2004; 215 S.; geb., 29,90 €; ISBN 3-86108-046-X
Die Entwicklung von der Novemberrevolution bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten ist bereits häufig nachgezeichnet worden. Neu und interessant ist hier der regionale Ansatz: Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Verabschiedung der Verfassung von Mecklenburg-Vorpommern 2004 werden Aufstieg und Fall der Weimarer Republik anhand der Entwicklung der Vorgängerstaaten bzw. -provinzen des heutigen Bundeslandes nachverfolgt. „Region“ wird dabei als hemmender Filter oder beschleunigender Katalysator für die Umsetzung nationaler politischer Entwicklungen konzeptualisiert. Im Mittelpunkt stehen die Landtage, denen eine herausgehobene Rolle bei der Verankerung des demokratischen Gedankens in der Bevölkerung zugeschrieben wird. Unter Zuhilfenahme zahlreicher Text- und Bildquellen zeigt Inachin, wie sich Landtage und die in ihnen vertretenen demokratischen Parteien trotz antidemokratischer Tendenzen zunächst durchsetzen und etablieren konnten, jedoch schließlich durch die Nationalsozialisten beseitigt wurden – nicht zuletzt, weil die wirtschaftlichen Probleme einer strukturschwachen Region nicht gelöst werden konnten.
Sebastian Galka (SGA)
Doktorand, Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.311 Empfohlene Zitierweise: Sebastian Galka, Rezension zu: Kyra T. Inachin: Durchbruch zur demokratischen Moderne. Bremen: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23957-durchbruch-zur-demokratischen-moderne_27552, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27552 Rezension drucken
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