/ 17.06.2013
Frank Garbely
Evitas Geheimnis. Die Nazis, die Schweiz und Peróns Argentinien
Zürich: Rotpunktverlag 2003; 350 S.; brosch., 22,- €; ISBN 3-85869-226-3Evita Perón, die Frau des argentinischen Diktators Juan Perón war eine glamouröse, charismatische Frau mit großem nationalen und internationalen Einfluss. Von den einen wurde sie, nicht zuletzt aufgrund ihrer erfolgreichen Sozialpolitik, glühend verehrt, von den anderen u. a. für ihre Machtbesessenheit und Verschwendung kritisiert. 1947 besuchte sie im Rahmen einer Europareise fünf Tage lang die Schweiz; für damalige Verhältnisse ein Medienereignis ersten Ranges, das eine immense Reputationssteigerung für Argentinien zur Folge hatte. Im Schatten dieser glamourösen Inszenierung fanden jedoch, so der Autor, geheime Aktivitäten statt, die ehemaligen Nazis und NS-Kriegsverbrechern die Flucht nach Argentinien sowie entsprechende Finanztransaktionen ermöglichen sollten. Garbely zeichnet die Reise der Evita Perón und diese Aktivitäten in leicht verständlicher Form nach. Dabei wird insbesondere die auch in anderen Zusammenhängen häufig sehr kritisch beurteilte Rolle der Schweiz sowie der Schweizer Finanzinstitute während und nach der Zeit des Nationalsozialismus thematisiert.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 4.2 | 2.65 | 2.5 | 2.1 | 2.25 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Frank Garbely: Evitas Geheimnis. Zürich: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15441-evitas-geheimnis_17582, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17582
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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