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/ 20.06.2013
Jens Aderhold

Form und Funktion sozialer Netzwerke in Wirtschaft und Gesellschaft. Beziehungsgeflechte als Vermittler zwischen Erreichbarkeit und Zugänglichkeit

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2004; 351 S.; brosch., 34,90 €; ISBN 3-531-14367-0
Der Debatte über die Bedeutung von Netzwerken fehlt es an einem theoretisch stringenten Netzwerkbegriff und zugleich an einer gesellschaftstheoretischen Fundierung des Phänomens, meint Aderhold. Er will es deshalb in erster Linie in systemtheoretische Modelle einordnen. Zunächst beschreibt er wesentliche Merkmale moderner Gesellschaften und arbeitet das Verständnis von Netzwerken in den Fächern Soziologie, Politikwissenschaft und Betriebswirtschaftslehre heraus. In den folgenden Kapiteln erfolgt die theoretische Ausarbeitung des Begriffs, wobei „der Netzwerkbegriff als Unterscheidung von Erreichbarkeit und Zugänglichkeit konzipiert“ (327) wird. Netzwerke seien als System-System-Verhältnisse zu beschreiben, die eine Ergänzung zu bestehenden System-Umwelt-Verhältnissen bildeten. Die Arbeit ist eng an systemtheoretische Gesellschaftstheorien angelehnt und auch in ihrer Terminologie entsprechend gestaltet. Ohne fundierte Kenntnisse der zugrunde liegenden Konzepte ist sie jedoch nur schwer verständlich.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.22.212.222.325.42 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Jens Aderhold: Form und Funktion sozialer Netzwerke in Wirtschaft und Gesellschaft. Wiesbaden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22802-form-und-funktion-sozialer-netzwerke-in-wirtschaft-und-gesellschaft_26035, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 26035 Rezension drucken
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