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/ 11.06.2013
Christof Prechtl / Daniel Dettling (Hrsg.)

Für eine neue Bildungsfinanzierung. Perspektiven für Vorschule, Schule und Hochschule

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005; 133 S.; brosch., 16,90 €; ISBN 3-531-14828-1
Aus finanziellen, sozialen und ökonomischen Gründen halten die Autoren eine Reform des deutschen Bildungssystems für dringend geboten. Es sei ineffizient, sozial ungerecht und qualitativ schlecht. Das Ausbildungsniveau sei allgemein zu niedrig, die Abbrecherquote zu hoch und ein relativ großer Anteil der Schüler sei nicht für eine Berufsausbildung geeignet, da zum Teil selbst elementare Kenntnisse und Fähigkeiten fehlten. Mehr Markt und mehr Wettbewerb seien der Schlüssel zu einem effizienten und sozial gerechten Bildungssystem. Prechtl und Dettling plädieren deshalb für eine stärkere Förderung des Vorschulbereichs, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine höhere Qualität des gesamten Bildungssystems bei gleichzeitig stärkerer Ausrichtung seiner Inhalte an den Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft. Zudem fordern sie eine stärkere Autonomie der einzelnen Bildungsträger, mehr private Bildungseinrichtungen, eine verbesserte Elitenförderung sowie eine stärkere individuelle Beteiligung an den Bildungskosten. Dabei diskutieren sie nicht nur Modelle zur Ausgestaltung der Studienfinanzierung, sondern auch die Wiedereinführung des Schulgeldes. Die von Politikern und Wissenschaftlern verfasste Publikation wurde von bayerischen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden finanziert.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.343 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Christof Prechtl / Daniel Dettling (Hrsg.): Für eine neue Bildungsfinanzierung. Wiesbaden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9517-fuer-eine-neue-bildungsfinanzierung_29002, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29002 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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