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/ 05.06.2013
Cornelia Brink

Ikonen der Vernichtung. Öffentlicher Gebrauch von Fotografien aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern nach 1945

Berlin: Akademie Verlag 1998 (Schriftenreihe des Max-Brauer-Instituts 14); 266 S.; geb., 98,- DM; ISBN 3-05-003211-1
Die Autorin hinterfragt den ritualisierten Umgang in Deutschland mit Fotografien, die während oder kurz nach der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager im Frühjahr 1945 entstanden. Sie zeichnet nach, auf welch unterschiedliche Weise diese "Ikonen der Vernichtung" mit ihrer tabuisierten Aura der Authentizität und des Schreckens von den verschiedensten Institutionen - alliierte Besatzungsmächte, Pädagogen, Politiker, Publizisten - benutzt wurden. Ein Buch über die Bedingungen von Fotografie in ihrem sozialen und gesellschaftlichen Kontext und über ein wichtiges Parameter von Erinnerungskultur, denn Bilder sind in besonderer Weise Medien der Erinnerung.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.352.312 Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Cornelia Brink: Ikonen der Vernichtung. Berlin: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8586-ikonen-der-vernichtung_11313, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11313 Rezension drucken
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