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/ 11.06.2013
Norbert Elias

Im Gespräch mit Hans Christian Huf

Berlin/Frankfurt a. M.: Ullstein 1999 (Zeugen des Jahrhunderts); 112 S.; 16,90 DM; ISBN 3-548-33256-0
In diesem kleinen Büchlein plaudert Elias über sein Leben in allen seinen Stationen: die Herkunft aus einem wohlhabenden jüdischen Haus in Breslau, die vier Jahre, in denen Elias als Telegraphist im Weltkrieg steht, die Zeit als junger Akademiker in Heidelberg und Frankfurt, die Schrecken des Dritten Reiches (in dem seine Mutter umgebracht wird) und die Emigration nach England und schließlich die späte akademische Karriere und der noch spätere Ruhm, der erst den schon recht alten Elias zu einem der berühmtesten Soziologen des Jahrhunderts werden läßt. Das alles ist lebendig und geradezu liebenswürdig erzählt, mit viel Verständnis und mit viel Nachsicht. Natürlich ist dies keine wissenschaftlich-kritische Biographie, nicht einmal eine gründliche Autobiographie, sondern die schriftliche Fassung eines im ZDF ausgestrahlten ausführlichen Gesprächs von 1987, in dem der Interviewer im Buch nicht mehr zu spüren ist. Aber in diesem begrenzten Rahmen zeichnet es ein schönes Bild von einem der Großen des Faches.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.46 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Norbert Elias: Im Gespräch mit Hans Christian Huf Berlin/Frankfurt a. M.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9308-im-gespraech-mit-hans-christian-huf_12909, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12909 Rezension drucken
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