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/ 18.06.2013
Karin Fontaine

Nationalsozialistische Aktivistinnen (1933-1945) Hausfrauen, Mütter, Berufstätige, Akademikerinnen. So sahen sie sich und ihre Rolle im "tausendjährigen Reich"

Würzburg: Königshausen & Neumann 2003; 134 S.; brosch., 15,- €; ISBN 3-8260-2600-4
Magisterarbeit Bonn. - Die Arbeit bietet eine Inhaltsanalyse von vier nationalsozialistischen Frauenzeitschriften, mehreren von Frauen verfassten Büchern sowie Propagandamaterial aus der NS-Zeit. Die Autorin untersucht, wie diese NS-Medien Rolle, Funktion und Aufgabe der Frau bestimmten; hierbei arbeitet sie auch die zum Teil unterschiedlichen Positionen verschiedener Akteurinnen und Organisationen heraus. Im Gegensatz zu der Ankündigung im Vorwort klärt die Autorin jedoch nicht, was Frauen dazu bewog, eine Ideologie zu unterstützen, die ihre eigene Unterdrückung zur Folge hatte; dies ist aufgrund des Forschungsansatzes gar nicht möglich. Auch wenn die Texte sämtlich von Frauen verfasst wurden und sicherlich zur Verbreitung der NS-Ideologie beitrugen, lässt sich aus den präsentierten Inhalten nicht auf ihre Wirkung schließen und noch weniger auf die Motive der Verfasserinnen, diese Texte zu publizieren. Dennoch handelt es sich um eine interessante Untersuchung, die trotz ihres frühen Entstehungsdatums (1982) nichts an Aussagekraft verloren hat, da es sich um eine reine Quellenstudie handelt.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Karin Fontaine: Nationalsozialistische Aktivistinnen (1933-1945) Würzburg: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20095-nationalsozialistische-aktivistinnen-1933-1945_23405, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 23405 Rezension drucken
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