/ 20.06.2013
Insa Eschebach
Öffentliches Gedenken. Deutsche Erinnerungskulturen seit der Weimarer Republik
Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2005; 225 S.; kart., 24,90 €; ISBN 3-593-37630-XMit den Worten „Ein Land vereint im Gedenken“ kommentierte der Norddeutsche Rundfunk die deutschen Reaktionen auf die Attentate des 11. Septembers 2001. Öffentliches Gedenken zielt stets auf die Herstellung einer imaginären Gemeinschaft in Form eines „Wir“. Zugleich sind die Praktiken des Gedenkens - das Niederlegen von Kränzen, Schweigeminuten, das Verlesen von Namen der Toten, die Entnahme von Erde von Orten des Massensterbens - Ausdruck religiöser und nationaler Traditionen, ob es sich um Gedenkfeiern an Kriegerdenkmälern oder an Orten ehemaliger Konzentrationslager handelt, in der DDR, der Bundesrepublik oder im wieder vereinten Deutschland. Die Autorin untersucht Praktiken öffentlichen Gedenkens im 20. Jahrhundert und interpretiert sie als Formen der Sakralisierung wie der Trivialisierung des gewaltsamen Todes.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.35 | 2.31
Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Insa Eschebach: Öffentliches Gedenken. Frankfurt a. M./New York: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22529-oeffentliches-gedenken_25704, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25704
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M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
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