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/ 21.06.2013
Karl Marx

Ökonomisch-philosophische Manuskripte. Kommentar von Michael Quante

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2009 (Suhrkamp Studienbibliothek 15); 411 S.; 14,- €; ISBN 978-3-518-27015-8
Die ökonomisch-philosophischen Manuskripte von 1844 haben in der Marxinterpretation stets eine besondere Rolle gespielt; Marx hat in diesen Fragment gebliebenen Frühschriften viel stärker als in seinem späteren Werk den Zusammenhang zwischen seinen ökonomischen und den an Hegel anschließenden philosophischen Überlegungen zu erkennen gegeben. Der emphatische Arbeitsbegriff und der anthropologische Entwurf von Anerkennungsverhältnissen, vor allem aber die Entfaltung des Entfremdungskonzepts waren Anknüpfungspunkte für den westlichen Marxismus ebenso wie für die Praxisphilosophie, die innerhalb des orthodoxen Marxismus-Leninismus eine kritische Position bezog. Die vorliegende Ausgabe beruht auf der Textfassung der Gesamtausgabe der Werke von Marx und Engels, aus der auch die entsprechenden Passagen für die Übersetzungen der fremdsprachigen Zitate herangezogen wurden. Zur Erschließung des Textes trägt wesentlich der sorgfältige Kommentar des Herausgebers Michael Quante bei, der nicht nur Stellenkommentar und Glossar enthält, sondern über einen Abriss zur Rezeptionsgeschichte hinaus auch eine philosophische Interpretation der Manuskripte bietet.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.33 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Karl Marx: Ökonomisch-philosophische Manuskripte. Frankfurt a. M.: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31467-oekonomisch-philosophische-manuskripte_37459, veröffentlicht am 17.02.2010. Buch-Nr.: 37459 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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