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/ 20.06.2013

Universität und soziale Gerechtigkeit

Antonia Kupfer

Universität und soziale Gerechtigkeit. Eine Bilanz der Hochschulreformen seit 1998

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004 (Campus Forschung 879); 294 S.; kart., 34,90 €; ISBN 3-593-37602-4
Diss. Düsseldorf; Gutachter: U. von Alemann, H. Welsh. - Die Autorin möchte Wege aufzeigen, wie sich bei anhaltender Knappheit öffentlicher Mittel in der Hochschulpolitik Gerechtigkeit herstellen lässt. Sie untersucht die hochschulpolitischen Entwicklungen seit 1998 aus einer gerechtigkeitstheoretischen Perspektive. Auf der Grundlage der normativen Gerechtigkeitsvorstellungen von Rawls und Walzer analysiert Kupfer die Verteilung der Lasten und Güter in den vier Bereichen Studium, Personal, Mitbe...
Antonia Kupfer

Universität und soziale Gerechtigkeit. Eine Bilanz der Hochschulreformen seit 1998

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2004 (Campus Forschung 879); 294 S.; kart., 34,90 €; ISBN 3-593-37602-4
Diss. Düsseldorf; Gutachter: U. von Alemann, H. Welsh. - Die Autorin möchte Wege aufzeigen, wie sich bei anhaltender Knappheit öffentlicher Mittel in der Hochschulpolitik Gerechtigkeit herstellen lässt. Sie untersucht die hochschulpolitischen Entwicklungen seit 1998 aus einer gerechtigkeitstheoretischen Perspektive. Auf der Grundlage der normativen Gerechtigkeitsvorstellungen von Rawls und Walzer analysiert Kupfer die Verteilung der Lasten und Güter in den vier Bereichen Studium, Personal, Mitbestimmung und Finanzen. Als Ergebnis ihrer Distributionsanalyse stellt sie erhebliche gerechtigkeitsrelevante Mängel fest, wie die Benachteiligung von Frauen und teilweise Exklusion von Angehörigen unterer sozialer Herkunft und ethnischer Minderheiten: Auf der Grundlage dieser Ergebnisse entwirft sie „erstmalig eine Vision einer explizit gerechten Hochschule“ (16). Sie führt die ungerechte Verteilung im Wesentlichen auf die „gesetzlich festgelegten Organisationsstrukturen“ und die „teilweise sich hieraus ergebenden informellen Handlungsspielräumen der Universitätsangehörigen“ (272) zurück. Am Ende ihrer Analyse stellt sich heraus, dass sich dieser Mechanismus der Informalität weder mit Rawls' noch mit Walzers Gerechtigkeitsvorstellungen erfassen lässt, denn beide „bauen [...] ihre Gerechtigkeitstheorien auf der formalen Rechtsgleichheit auf“ (273), womit ihnen die informellen Ungleichheiten entgehen.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3432.355.42 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Antonia Kupfer: Universität und soziale Gerechtigkeit. Frankfurt a. M./New York: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22545-universitaet-und-soziale-gerechtigkeit_25722, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25722 Rezension drucken
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