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/ 21.06.2013
Stefan Nacke / René Unkelbach / Tobias Werron (Hrsg.)

Weltereignisse. Theoretische und empirische Perspektiven

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008; 251 S.; brosch., 34,90 €; ISBN 978-3-531-15311-7
Weltereignisse würden zwar als Globalisierungsindikator wahrgenommen, aber selten als „Phänomen eigener Art erforscht“ (7), schreiben die Herausgeber und nehmen dies zum Anlass, Weltereignisse als eigenständigen Forschungsgegenstand zu betrachten. Der Band führt theoretische Überlegungen aus der Perspektive der Weltgesellschaftstheorie und empirisch-vergleichende Analysen zusammen. In seinem begriffstheoretisch und -historisch orientierten Beitrag nimmt Stichweh eingangs eine Typologie der Weltereignisse vor, auf die in den folgenden empirisch orientierten Beiträgen Bezug genommen wird (geplante, ex post zugeschriebene welthistorische, mediale sowie natürliche Weltereignisse). So wird etwa diskutiert, ob die „World Series“ im Baseball als Weltereignis bezeichnet werden könne und seit wann die Fußballweltmeisterschaft ein solches darstellt. Daneben finden sich Beispiele aus den Bereichen Religion, den Massenmedien und Naturkatastrophen, die aus primär historischer und soziologischer Perspektive betrachtet werden. Als Ertrag dieser ersten Annäherung an den Forschungsgegenstand Weltereignis halten die Herausgeber fest, dass die Offenheit des Begriffs es erlaube, „ganz unterschiedliche Phänomene wie Weltausstellungen und Naturkatastrophen, Fußball-Weltmeisterschaften und politische Attentate in Beziehung zu setzen und auf ihre Parallelen und Differenzen zu untersuchen“ (13).
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.24.15.42 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Stefan Nacke / René Unkelbach / Tobias Werron (Hrsg.): Weltereignisse. Wiesbaden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27765-weltereignisse_32609, veröffentlicht am 30.09.2008. Buch-Nr.: 32609 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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