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/ 20.06.2013
Klaus D. Hildemann (Hrsg.)

Die Freie Wohlfahrtspflege. Ihre Entwicklung zwischen Auftrag und Markt

Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2004 (Konkretionen des Sozialen 4); 231 S.; pb., 19,80 €; ISBN 3-374-02219-7
Auch die Freie Wohlfahrtspflege unterliegt einer zunehmenden Markt- und Wettbewerbsorientierung, die nicht nur die Organisationsstrukturen, sondern auch das traditionelle Selbstverständnis der Organisationen verändert. Die Autorinnen und Autoren beleuchten diesen Wandel aus unterschiedlichen Perspektiven: Neben praktischen Fragen der Wettbewerbsorientierung betrachten sie auch deren Konsequenzen für einzelne Arbeitsfelder, wie beispielsweise die Jugendarbeit. Außerdem werden übergreifende Fragestellungen diskutiert. Dabei stehen gesamtgesellschaftliche Konsequenzen des Wandels ebenso zur Debatte wie der europäische Zusammenhang. Das Buch dokumentiert ein Symposium zum Thema, an dem Wissenschaftler und Praktiker teilgenommen haben. Aus dem Inhalt: I. Grundlegung Klaus D. Hildemann: Die Freie Wohlfahrtspflege zwischen Staat und Markt – Auf der Suche nach der eigenen Identität (11-22) II. Sozial- und gesellschaftspolitische Perspektiven der Freien Wohlfahrtspflege Volker Neumann: Rechtsstatus und Perspektiven der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland (25-35) Karl W. Lauterbach / Evelyn Plamper: Soziale Ungleichheit, Armut und Gesundheit (37-51) Werner Schönig: Aktivierende Sozialpolitik und die Soziale Arbeit – Strukturveränderungen in den Handlungsfeldern zur Stärkung sozialer Teilhabe (53-67) Norbert Wohlfahrt: Der sozialwirtschaftliche Transformationsprozess sozialer Dienste in der BRD – der Anfang vom Ende freigemeinnütziger Wohlfahrtspflege? (69-86) III. Freie Wohlfahrtspflege und Europäische Union Josef Schmid: Die Freie Wohlfahrtspflege in europäischer Perspektive (89-102) Soscha Gräfin zu Eulenburg: Hat das Modell Wohlfahrtspflege in der Europäischen Union Bestand? (103-111) IV. Zukunft der fachlichen Arbeit Jürgen Gohde: Selbstbestimmung und Solidarität (115-129) Volker Neumann: Diakonie im Umbau des Sozialstaats (131-145) Johannes Bernhauser: Rahmenbedingungen der Jugendhilfe zwischen Sparzwang und Kommunalisierungsdrang (147-156) Reiner Hess: Die Professionalisierung der Sozialen Arbeit in den jüdischen Gemeinden als Reaktion auf die Probleme der Integration der Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion (157-166) Rainer Brückers: Qualitätskriterien sozialer Arbeit (167-175) V. Strategien zur Behauptung im Sozialmarkt Georg Cremer: Wenn wir scheitern, scheitern wir an uns selbst – Strategien zur Behauptung im Markt sozialer Dienste (179-188) Thomas Becker: Franchising für die Caritas – Was kommt nach McKinsey? (189-194) Günther Barenhoff: Diakonisches Profil und Kirchenbindung – Wettbewerbsvorteil oder -nachteil? (195-203) Christopher Bangert: Chancen im Markt verbessern durch Benchmarking – am Beispiel der Branchenuntersuchung Sozialstationen (205-212) Peter Ballwieser: Reorganisation durch Holdingstrukturen – Ausgründung unter Wahrung der Gemeinnützigkeit (213-218) VI. Bestandsaufnahme und Ausblick Rüdiger Frohn: Die Freie Wohlfahrtspflege – mehr als nur ein Sozialdienstleister? (221-230)
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3422.3313.5 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Klaus D. Hildemann (Hrsg.): Die Freie Wohlfahrtspflege. Leipzig: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22609-die-freie-wohlfahrtspflege_25794, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25794 Rezension drucken
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