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Rezension / 20.05.2026

Albrecht Koschorke: Souveränität der Vernunft. Die kulturellen Anfänge des Liberalismus

Berlin, Suhrkamp 2026

Albrecht Koschorke nimmt seine Leserinnen und Leser mit zu den Anfängen des Liberalismus im 19. Jahrhundert und zeigt, dass viele der damaligen Grundspannungen bis heute unsere liberale Moderne prägen. Unser Rezensent Alexander Schwitteck liest das Buch vor dem Hintergrund der Zeitdiagnose einer „Krise des Liberalismus“ und findet in Koschorkes Darstellung des Frühliberalismus Ideen, wie der Liberalismus (wieder) ein „kritischer Stachel im Fleisch der Gegenwartsgesellschaft“ werden kann.

Eine Rezension von Alexander Schwitteck

Das Menetekel für jede Weltanschauung ist der Augenblick, in dem selbst ihre schärfsten Kritiker*innen beginnen, Mitleid mit ihr zu empfinden.[1] Vielleicht widerfuhr den wenig verbliebenen Kommunisten genau dieses Schicksal in den 1990er-Jahren, als Liberale ihnen mit väterlicher Nachsicht bescheinigten, ihre Ziele seien womöglich ehrenwert gewesen. Ihre Fehler lagen nicht im Moralischen, sondern im Epistemischen.

Eine ähnliche, nicht ganz ironiefreie Wendung zeichnet sich heute für den damals ausgerufenen „Sieger“ der Geschichte, den Liberalismus selbst, ab. Auch er steht vor den Trümmern seiner Gewissheiten und erkennt sich unvermittelt in jener Rolle wieder, die einst seinen Gegnern vorbehalten war. Dem realexistierenden Liberalismus wird vorgeworfen, an seinen eigenen Widersprüchen zugrunde zu gehen.[2]

Liegt die Ideologie in Trümmern, schreibt man ihre Geschichte

Der Germanist und Kulturhistoriker Albrecht Koschorke, emeritierter Professor für Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz, unternimmt mit seinem Buch „Souveränität der Vernunft“ den Versuch, das Feld gleichsam von hinten aufzuräumen. Statt den Liberalismus als abgeschlossene Erfolgsgeschichte zu erzählen, kehrt er an dessen begrifflichen sowie sozial-politischen Ursprung zurück: in jene von Reinhart Koselleck als „Sattelzeit“ bezeichnete Übergangsphase des frühen 19. Jahrhunderts, in der sich die politisch-soziale Sprache der Moderne überhaupt erst ausbildete und deren Kategorien uns bis heute gefangen halten.[3] Koschorke will mit der Rückkehr in diese Zeit den „ideogenetischen Kern“ (9) der politischen Moderne freilegen.

Diese Genealogie folgt dem roten Faden des Buches, der darin besteht, den Geburtsfehlern des politischen Liberalismus nachzugehen: jenen inneren Spannungen, Verdrängungen und Selbstwidersprüchen, die im Vormärz bereits angelegt waren und heute mit neuer Schärfe hervortreten. Koschorke liest den Frühliberalismus deshalb nicht als triumphalen Aufbruch der Vernunft, sondern als prekäre Gleichgewichtsübung zwischen Freiheit und Gleichheit, zwischen Allgemeinwohl und Partikularinteressen und zwischen demokratischer Volksherrschaft und der rationalen Herrschaft der Vernunft. Wie in einem „Labor der Moderne“ (8) befanden sich die politischen, ökonomischen und kulturellen Bedingungen in einem offenen Experimentierstadium, in dem tentativ neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ausprobiert wurden. Auf dieser Grundlage entwirft Koschorke ein historisches Panorama liberaler Grundspannungen, das auf vergleichsweise knappem Raum – 152 Seiten, verteilt auf 23 Kapitel – eine bemerkenswerte Stofffülle entfaltet, die aber konsequent durch die Suche nach Grundspannungen zusammengehalten wird, die bis in die Gegenwart reichen.

Sein Hauptaugenmerk liegt darauf, die Spannungen in den liberalen Topoi wie Vernunft, Eigentum, Souveränität, Fortschritt zu verfolgen und auf ihre subkutanen sozio-kulturellen Voraussetzungen hin abzuklopfen. Gerade dort, wo der Liberalismus universale Geltung beansprucht und sich dem eigenen Selbstverständnis nach in der Mission befindet, die Ideen der Aufklärung realgeschichtlich zu verwirklichen, entdeckt Koschorke jene Risse, aus denen seine heutigen Krisen hervorgehen sollten. Die Krise des Liberalismus erscheint aus dieser Perspektive nicht als nachträgliche Entstellung einer ursprünglich intakten Idee, sondern als Rückkehr ihrer verdrängten und verschleierten Antinomien.

Besonders deutlich wird dies an den Elementen, die in den Siegergeschichten des Liberalismus oft ausgeblendet werden. Dazu gehörten beispielsweise die Verwicklung der Liberalen in die Geschichte des europäischen Kolonialismus und die Entstehung des modernen Rassismus (Kapitel 4) oder an dem bourgeoisen klassistischen Festhalten an Eigentum als Quelle der Rechtsgleichheit und politischen Mündigkeit (Kapitel 3).

Koschorke betreibt deshalb keine herkömmliche Ideengeschichte des Liberalismus. Er gräbt unter den Selbstbeschreibungen der (liberalen) Moderne nach den Sedimenten einer Zeit, die noch immer unsere politischen Reflexe bestimmt und zeigt dabei, wie viel Unruhe im Herzen jener Vernunft steckt, die sich einst souverän glaubte. Diese Unruhe wird insbesondere dann sichtbar, wenn man den Blick über die politisch-philosophischen Traktate und politischen Pamphlete hinaus auf die literarische Spiegelung der neuen Situation hin ausweitet, was Koschorke mit seinen Streifzügen durch die Literatur des Frühliberalismus bei Goethe oder Schiller eindrücklich unter Beweis stellt (vergleiche Kapitel. 13).

Liberalismus und Demokratie sind nicht dasselbe

Liberalismus und Demokratie werden heute beinahe selbstverständlich zusammengezogen. In der Rede von der „liberalen Demokratie“ schwingt diese „natürliche“ Verbindung bereits mit. Wie Philip Manow hervorgehoben hat, ist jenes institutionelle Ensemble, das wir heute als liberale Demokratie bezeichnen, jedoch ein vergleichsweise junges Phänomen.[4] Erst in den 1990er-Jahren – nicht zuletzt angetrieben durch einen massiven Konstitutionalisierungsschub sowie die Verbreitung von sogenannten Demokratieindizes – wanderte der Begriff verstärkt in den politischen Sprachgebrauch ein.

Dass Liberalismus und Demokratie historisch keineswegs deckungsgleich sind, arbeitet Koschorke anhand verschiedener Stimmen des Vormärz heraus. Liberale Bewegungen des frühen 19. Jahrhunderts verstanden sich keineswegs automatisch als demokratisch. Ihr zentrales Anliegen war zunächst der Konstitutionalismus: die Begrenzung monarchischer Herrschaft durch Verfassungen, Rechtsstaatlichkeit und garantierte Freiheitsrechte (besonders Eigentumsrechte). Das allgemeine Wahlrecht gehörte dagegen oft nicht zu ihren Kernforderungen.

Prägend war insbesondere der gemeinsame Erfahrungsraum der Französischen Revolution und ihrer Gewaltexzesse. Für viele Liberale – insbesondere rechts des Rheins – wurden die revolutionären Massen zum Inbegriff politischer Unvernunft. Der „Pöbel“, wie es häufig hieß, erschien als das Andere der Vernunft: irrational, affektgetrieben und destruktiv. Aus dieser Perspektive richtete sich liberale Politik weniger auf demokratische Volkssouveränität als auf die Sicherung einer vernünftigen Ordnung gegen die Gefahr massenhafter Entgrenzung (37 ff.).

Dementsprechend war das Verhältnis vieler Liberaler zum allgemeinen Wahlrecht von Skepsis geprägt. Zwar konnten Wahlrechtsausweitungen aus pragmatischen oder machtpolitischen Gründen akzeptiert werden, philosophisch wurden sie jedoch häufig funktionalistisch begründet: Politische Partizipation breiterer Teile der Bevölkerung galt nur insofern als legitim, als sie Stabilität, Eigentum und gesellschaftliche Ordnung nicht gefährdete. Demokratie erschien damit nicht als Selbstzweck, sondern als potenziell riskantes Instrument, das institutionell eingehegt werden müsse. Das Repräsentativsystem bot genau diese semantische Brücke, da es vorgab, etwas virtuell zu repräsentieren, was gar nicht empirisch da sein musste und auch nicht gewollt war: das Volk (49 ff.).

Die literarische Reflexion des Frühliberalismus

Besonders luzide ist das Buch in der Rekonstruktion der literarischen Selbstbilder des Frühliberalismus. Überzeugend gelingt die Aufarbeitung seiner literarischen Welt – eines Aspekts, der sowohl in der politik- und sozialgeschichtlichen Forschung als auch in der klassischen Ideengeschichte häufig vernachlässigt wird. Hier zeigt sich, warum gerade ein Literaturwissenschaftler zur Liberalismus-Exegese beitragen kann. Aufschlussreich ist die anekdotische und motivgeschichtliche Analyse einzelner literarischer Szenen und Narrative allemal, in denen die Unsicherheiten und Ambivalenzen des frühen Liberalismus sichtbar werden. Nicht zufällig konstatiert Koschorke: „So selbstbewusst sich der frühe Liberalismus als politisches Programm gibt, so defensiv und unselbständig ist er in seinen literarischen Phantasien“ (104).

Zentral ist die Rolle von Goethes Lehrjahren als paradigmatischem Bildungsroman (Kapitel 13). Bildung erscheint hier nicht nur als individuelles Entwicklungsmodell, sondern zugleich als gesellschaftliches Selbstbild des Frühliberalismus. Gerade darin liegt eine besonders spannende Erkenntnis des Buches: Der Frühliberalismus erweist sich bereits als eine Form „reflexiver Modernisierung“[5], insofern er die eigenen Voraussetzungen, Unsicherheiten und Widersprüche literarisch mitreflektiert. Seine literarischen Selbstdeutungen machen sichtbar, dass die liberale Moderne nicht allein als politisches Projekt, sondern zugleich als ein Prozess kultureller und imaginativer Selbstverständigung begriffen werden muss.

Von der Heldenreise zur Schurkenreise?

Die Erzählungen (meist Selbsterzählungen) des Liberalismus folgen häufig dem Muster einer „Heldenreise der Freiheit“[6]: Von der Aufklärung ausgehend entfalten sich Freiheit, Vernunft und Individualität scheinbar folgerichtig zur liberalen Moderne. Gerade dadurch gerät jedoch die entscheidende Frage aus dem Blick: Durch welche historischen, sozialen und politischen Vermittlungen werden aus aufklärerischen Ideen tatsächlich liberale Ordnungen?

Der Liberalismus erscheint in solchen Darstellungen oft weniger als historisch vielgestaltige Bewegung denn als nachträglich homogenisierte Tradition. Methodisch fragwürdig wird dies dort, wo einzelne Autoren oder Denkfiguren stellvertretend für „den Liberalismus“ insgesamt in Anspruch genommen werden. Die notwendige Unterscheidung zwischen Ideengeschichte und realpolitischer und kultureller Formation droht dabei zu verwischen.[7]

Genau an diesem Problem krankt jedoch auch Koschorkes eigene Darstellung. Zwar reflektiert er die Schwierigkeiten eines solchen Zugriffs bemerkenswert transparent, reproduziert aber zum Teil jene Verkürzungen, die seine Analyse implizit kritisiert. Der Liberalismus erscheint auch bei ihm streckenweise weniger als widersprüchliche politische Theorie und Praxis denn als diskursive Konstellation ausgewählter Texte, Metaphern und Denkfiguren. Dadurch bleibt oft unklar, wie sich literarische Imagination, politische Theorie und gesellschaftliche Realität zueinander verhalten. Die Frage der einseitigen Kanonisierung des Liberalismus wird auch bei Koschorke nicht aufgelöst. 

Zwar verlangt jede Synthese ein gewisses Maß an Reduktion. Die vorgenommenen Generalisierungen wirken jedoch häufig überdehnt. Dass Hegel mitunter prominenter vertreten ist als Kant oder Humboldt, verweist auf eine eigentümliche Schwerpunktsetzung, die zentrale Traditionslinien liberalen Denkens der Aufklärung nur randständig behandelt. Dadurch bleiben einige Spannungen innerhalb des Liberalismus und der vielen unterschiedlichen Liberalismen unscharf.

Auch das Hin- und Herwechseln zwischen französischen, englischen und deutschen Protagonisten des Liberalismus sowie die beträchtlichen zeitlichen Differenzen erschweren die Kohärenz der Darstellung. Wenn vom Liberalismus im Singular oder von den Liberalen die Rede ist, müsste präziser bestimmt werden, welche historische Formation, welche nationale Tradition oder welche theoretische Strömung hier jeweils gemeint ist. Andernfalls droht der Begriff zu einer allzu elastischen Chiffre zu werden, die sehr unterschiedliche Denkformen und politische Konstellationen unter einem vermeintlich einheitlichen Paradigma zusammenführt. Koschorkes dem Buch vorangestellte „einfachste Bestimmung“ des Liberalismus „als eine Geisteshaltung und politische Philosophie, der die Freiheit des Einzelnen als höchstes Gut gilt“ (7), verdunkelt in ihrer tautologischen Unschärfe mehr, als dass sie erhellt.

Besonders deutlich zeigt sich dieses Problem dort, wo Koschorke die Verflechtungen von Liberalismus, Kolonialismus und modernem Rassismus herausarbeitet. Zwar ist der Hinweis auf die historische Komplizenschaft Liberaler mit kolonialer Herrschaft und rassistischen Ordnungen zweifellos berechtigt und historiografisch gut belegt.[8] Gerade im 19. Jahrhundert gingen liberale Freiheitsversprechen und imperiale Gewalt häufig Hand in Hand, aber hier wäre mehr Differenzierung angesichts der Vielstimmigkeit der Debatten hilfreich gewesen.

Wenn zusätzlich anachronistische Konstruktionen auftreten – etwa die Rede von „Liberalen avant la lettre“ (26) –, gerät die historische Präzision ins Wanken. Gerade an einer analytisch so zentralen Stelle wie dem Kapitel über Liberalismus und Rassismus wirkt dies methodisch unbefriedigend. Denn dadurch verschwimmen die Unterschiede zwischen verschiedenen historischen Kontexten, politischen Selbstverständnissen und ideengeschichtlichen Entwicklungslinien. Diese Kritik relativiert keineswegs die reale Verstrickung Liberaler in koloniale und rassistische Gewaltverhältnisse; sie verweist jedoch auf ein Problem von Koschorkes Darstellung: die Tendenz, komplexe historische Konstellationen von Ideen, politisch-sozialen und kulturellen Kontexten zugunsten einer übergreifenden diskursiven Logik des Liberalismus zu homogenisieren.

Liberalismus ohne Zukunft

Das liberale Zeitregime ist immer auf die Zukunft gerichtet. Koschorke schreibt: „Wenn der Liberalismus nicht von der Zukunft sprechen kann, versagt ihm die Stimme“ (150). Indem er der temporalen Tiefendimension des Liberalismus nachspürt, stößt er auf ein zentrales Krisenelement des gegenwärtigen Liberalismus: den Verlust seines Fortschrittsversprechens, jenem „Transzendenzspeichers“, aus dem liberale Gesellschaften einst ihre normative Energie bezogen.

Der Liberalismus des 19. Jahrhunderts vermochte – so zeigt Koschorke überzeugend – die Konflikte der Gegenwart dadurch zu entschärfen, dass er sie verzeitlichte: Die Gegenwart mag hart sein, doch die Zukunft wird besser. Insbesondere das Aufstiegsversprechen durch Bildung funktioniert auf diese Weise. Diese Verschiebung ins Morgen verlieh dem Liberalismus seine politische Bewegungs- und Fortschrittsenergie, die Koschorke in die Nähe der religiösen Theodizee rückt (146).

Der Gedanke, dass dieses Versprechen heutzutage kollabiert ist, ist nicht ganz neu.  An die Stelle der offenen Zukunft tritt die Verwaltung des Bestehenden; aus der Verheißung des Fortschritts wird die Verteidigung des Status quo. Der gegenwärtige Liberalismus wirkt deshalb oft wie eine Ideologie der endlosen Gegenwart, als wolle er das historisch Fragile und ökologisch wie sozial Unhaltbare in die Ewigkeit verlängern.[9]

Dass Koschorke den Leser*innen keine gesellschaftstherapeutische Perspektive anbietet, ist dabei keine Schwäche, sondern eher Ausdruck einer selten gewordenen Redlichkeit. Wo andere Autor*innen reflexhaft mit Programmen, Rezepten und normativen Blaupausen reagieren, hält er die Krise zunächst in ihrer ganzen Schärfe aus. Darin liegt die Qualität des Buches: im Verzicht auf vorschnelle Lösungen, die am Ende eher aus Verlegenheit als aus Überzeugung aus dem Hut gezaubert werden.

Und doch drängt sich beim Lesen eine weiterführende Frage auf: Könnte der Liberalismus selbst noch Ressourcen besitzen, die über seine gegenwärtige Erschöpfung hinausweisen? Vielleicht liegt seine Wahrheit gerade nicht in der Selbstfeier des Bestehenden, sondern in seiner Fähigkeit zur Selbstunterbrechung und -korrektur. Wenn Koschorke an einer Stelle bemerkt, dass der Liberalismus unter „Bedingungen unvollständiger Egalisierung gedeihe“, und er selbst „eine egalisierende Kraft ist“ (128), dann müsste in ihm auch die Kraft schlummern, sich angesichts des gegenwärtigen Drucks von Refeudalisierung, hierarchisch-prämodernem Denken, und massiver sozioökonomischer Ungleichheit selbst zu revitalisieren. Dann wäre der Liberalismus weniger die Ideologie einer saturierten Gegenwart als vielmehr ein kritischer Stachel im Fleisch der Gegenwartsgesellschaft und die Erinnerung daran, dass eine Ordnung, die nie ganz mit sich selbst identisch ist und sein kann: Vielleicht sind wir nie wirklich liberal gewesen.[10]


Anmerkungen:

[1] Für den Liberalismus pars pro toto: Jaeggi, Rahel (2024): Solidarität mit dem Liberalismus im Augenblick seines Sturzes, in: Leviathan, 52. Jg., Sonderband 42, S. 351–377.

[2] Deneen, Patrick (2018): Why Liberalism Failed, New Haven and London: Yale University Press.

[3] Koselleck, Reinhart (1972): Einleitung, in: Brunner, Otto / Conze, Werner / Koselleck, Reinhart Koselleck (Hrsg.), Geschichtliche Grundbegriffe. Historisches Lexikon der politisch-sozialen Sprache in Deutschland, Bd. 1: A-D, Klett-Cotta: Stuttgart, S. XIII–XXVII, hier S. XV.

[4] Manow, Philipp (2024): Unter Beobachtung. Die liberale Demokratie und ihre Freunde, Suhrkamp: Berlin.

[5] Beck, Ulrich / Anthony Giddens / Scott Lash (1996): Reflexive Modernisierung. Eine Kontroverse, Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

[6] Zorn, Daniel-Pascal (2025): Das Doppelte Gesicht des Liberalismus, in: Politik&Ökonomie, online unter: https://politischeoekonomie.com/das-doppelgesicht-des-liberalismus/ [letzter Zugriff: 06.05.2026]

[7] Siehe zum Beispiel: Özmen, Elif (2023): Was ist Liberalismus?, Frankfurt a. M.: Suhrkamp.

[8] Vgl. beispielweise Losrurdo, Domenico (2014): Liberalism: A Counter-History. London & New York: Verso, oder die anhaltende Debatte des Rassismus der Aufklärungsphilosophie vgl. dazu Lu-Adler, Huaping (2023): Kant, Race and Racism. Views from Somewhere, Oxford: Oxford University Press.

[9] Siehe dazu auch: Staab, Philipp (2025): Systemkrise: Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus. Warum die grüne Transformation zu scheitern droht, Berlin: Suhrkamp Verlag; Blühdorn, Ingolfur (2024): Unhaltbarkeit: Auf dem Weg in eine andere Moderne, Berlin: Suhrkamp Verlag.

[10] Vgl. dazu auch Lefebvre, Alexandre (2024): Liberalism as a Way of Life, Princeton: Princeton University Press.



DOI: 10.36206/REZ26.22
CC-BY-NC-SA