/ 21.06.2013
Marc Schrameyer
Das Verhältnis von Bürgermeister und Gemeindevertretung. Aufgaben – Machtverhältnisse – Rechtsstellung
Berlin: Erich Schmidt Verlag 2006; 230 S.; 39,80 €; ISBN 978-3-503-09391-5Die Kommunalverfassungen der Bundesländer wurden in den 90er-Jahren nach dem Vorbild der süddeutschen Ratsverfassung reformiert. Die Direktwahl des Bürgermeisters und – in Ländern mit norddeutscher Ratsverfassung – die Abschaffung der Doppelspitze aus Gemeindedirektor und Bürgermeister gehörte zu den wichtigsten Reformelementen. Der Autor, Rechtsanwalt und EMBA, untersucht die damit verbundenen Veränderungen und Probleme im kommunalen Machtgefüge. Er bietet zunächst einen ausführlichen Überblick über die Rechtsstellung der Bürgermeister einerseits und der Gemeindevertretungen andererseits und analysiert darauf aufbauend das Verhältnis beider Organe zueinander. Allgemein repräsentiert der Rat das „politische Teilsystem“, der Bürgermeister das „administrative Teilsystem einer Gemeinde“. Die Gemeindeordnungen unterscheiden sich jedoch „erheblich hinsichtlich des Bestandes fester Vorbehaltsaufgaben, der Stellung des Bürgermeisters im Gemeinderat und hinsichtlich der Möglichkeit der Abwahl des Bürgermeister.“ (156) Die lehrbuchartige Darstellung ist zwar länderübergreifend angelegt, gleichwohl werden Besonderheiten in einzelnen Bundesländern berücksichtigt und es finden sich zu allen behandelten Aspekten ländervergleichende tabellarische Übersichten.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.325
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Marc Schrameyer: Das Verhältnis von Bürgermeister und Gemeindevertretung. Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26544-das-verhaeltnis-von-buergermeister-und-gemeindevertretung_30940, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30940
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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