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/ 18.06.2013
Hans-Joachim Lauth

Demokratie und Demokratiemessung. Eine konzeptionelle Grundlegung für den interkulturellen Vergleich

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2004; 423 S.; brosch., 44,90 €; ISBN 3-531-13855-3
Habilitationsschrift. - Eine der schwierigsten Fragen in der empirischen Politikforschung ist die der Messung. Selbst bei eigentlich einfachen Begriffen gehen die Meinungen über Operationalisierung und Messung oft auseinander, bei komplexen Begriffen scheint eine Einigung vielfach unmöglich. Der Messung des sehr komplexen Begriffs Demokratie ist diese Arbeit gewidmet. Lauth entwirft zunächst ein dreidimensionales Konzept von Demokratie im Spannungsfeld zwischen Freiheit, Gleichheit und Kontrolle politischer Herrschaft. Im Weiteren wird dann versucht, diesen Aspekten institutionelle Konkretisierungen zuzuordnen, um die jeweilige Operationalisierung vorzubereiten. Die Darstellung der bisherigen Forschungsbemühungen bei der Demokratiemessung im dritten Teil kommt zum ernüchternden Ergebnis, dass letztlich kein Vorschlag überzeugen kann. Neben konzeptionellen und methodischen Problemen beklagt Lauth vor allem den oft unkritischen Umgang mit der Datenbasis. Abschließend entwickelt der Autor aus dieser Diskussion ein eigenes Modell zur Demokratiemessung.
Andreas Hallermann (AH)
Dr., Politikwissenschaftler, Referent im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Erfurt.
Rubrizierung: 2.22.215.41 Empfohlene Zitierweise: Andreas Hallermann, Rezension zu: Hans-Joachim Lauth: Demokratie und Demokratiemessung. Wiesbaden: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19333-demokratie-und-demokratiemessung_22470, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22470 Rezension drucken
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