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/ 20.06.2013
Meinrad Heck

Der Flowtex-Skandal. Wie Politik und Fiskus jahrelang von einem gigantischen Wirtschaftsbetrug profitierten

Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 2006; 204 S.; 9,95 €; ISBN 978-3-596-17080-7
Mit seinem weltweit verschachtelten Flowtex-Konzern hat Manfred Schmider in den 90er-Jahren einen rasanten wirtschaftlichen Aufstieg erlebt, der auf einem fein ausgeklügelten Verkaufs- und Leasingsystem vermeintlich vorhandener Horizontalbohrmaschinen basierte. Kurz vor dem Börsengang des Unternehmens Anfang 2000 flogen die milliardenschweren Tarn- und Scheingeschäfte auf. „Zwei FDP-Landesminister verlieren ihr Amt, im Musterländle Baden-Württemberg bricht kurzzeitig eine Regierungskrise aus, ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss wälzt Tausende von Aktenordnern. [...] Brisante Akten verschwinden spurlos.“ (11) Heck, der als Journalist für die Stuttgarter Zeitung arbeitet, schildert den bislang wohl schwersten Betrugs- und Korruptionsfall seiner Art und dessen von Skandalen und Pannen begleitete Aufklärung. Dabei tritt immer wieder die „höchst profitable Symbiose Flowtex und Fiskus“ (194) in den Vordergrund. Der Autor hat für seine Recherchen in dieser Affäre im Jahr 2000 den Wächterpreis erhalten.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.352.325 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Meinrad Heck: Der Flowtex-Skandal. Frankfurt a. M.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25615-der-flowtex-skandal_29714, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29714 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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