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/ 20.06.2013
Gunnar Formann

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof. Kompetenzen und Organisation der Bundesanwaltschaft zwischen Bundesstaat und Gewaltenteilung

Hamburg: Verlag Dr. Kovač 2004 (Verfassungsrecht in Forschung und Praxis 18); XI, 245 S.; 85,- €; ISBN 3-8300-1416-3
Rechtswiss. Diss. Hannover; Gutachter: H. Rüping, B.-D. Meier. - Formann analysiert die staatsrechtliche Stellung der Bundesanwaltschaft zwischen Exekutive und Judikative mithilfe einer systematisierenden Auslegung des Grundgesetzes. Dabei kommt er u. a. zu dem Ergebnis, dass die Bundesanwaltschaft letztlich als Exekutivorgan zu betrachten sei. Formann prüft auch die Stellung der Bundesanwaltschaft innerhalb der föderal organisierten Justiz. Er arbeitet das Verhältnis von Landes- und Bundesanwaltschaft heraus und zeigt, wie Landes- und Bundeszuständigkeiten gegeneinander abgegrenzt werden können bzw. gemäß Art. 30 GG auch abgegrenzt werden müssen. Es sei nicht die Aufgabe der Bundesanwaltschaft, besonders spektakuläre oder politisch brisante Fälle zu verfolgen, wie dies in letzter Zeit bei der Verfolgung rechtsextremistischer Einzeltäter der Fall gewesen sei.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3232.322.325 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Gunnar Formann: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof. Hamburg: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22083-der-generalbundesanwalt-beim-bundesgerichtshof_25174, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25174 Rezension drucken
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