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/ 18.06.2013
Andreas Feser

Der Genossen-Konzern. Parteivermögen und Pressebeteiligungen der SPD

München: Bonn Aktuell 2002; 136 S.; brosch., 20,- €; ISBN 3-87959-561-5
Die Finanzierung der SPD stützte sich bereits in den Anfangsjahren der Partei auf Erträge aus parteieigenen Unternehmen, insbesondere Verlagshäusern; dies hatte historische Gründe. Dieser Tradition ist die Partei bis heute treu geblieben und hält nach wie vor viele Unternehmens- und insbesondere Verlagsbeteiligungen. Die Herkunft der daraus resultierenden Erträge ist zwar nicht im eigentlichen Sinne geheim; jedoch bestehen - verglichen mit Spenden - weniger umfassende Offenlegungspflichten. Der Autor, Leiter der Planungsgruppe der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, sieht in solchen Parteivermögen und -unternehmen eine "Gefahr für die Unabhängigkeit politischer Entscheidungen" (27); zudem drohen seiner Auffassung nach Verzerrungen des politischen Wettbewerbs, u. a. wegen der gestiegenen Kosten für Wahlkämpfe und Polit-PR. Aus diesem Grund soll das Buch (auch aus historischer Perspektive) einen Überblick geben über die Strukturen der SPD-Unternehmensbeteiligungen, wobei die Verlagsbeteiligungen besonders intensiv betrachtet werden.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3312.333 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Andreas Feser: Der Genossen-Konzern. München: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18146-der-genossen-konzern_20960, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20960 Rezension drucken
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