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/ 20.06.2013
Jean Fuchs

Der grüne Verrat. Niedergang einer Vision

Essen: Die Blaue Eule 2005; 168 S.; 18,- €; ISBN 3-89924-115-0
Der Verfasser, selbst Gründungsmitglied der Grünen und später aus der Partei ausgetreten, zieht eine bittere Bilanz der ersten 25 Jahre Parteiarbeit. Im ersten Teil skizziert er die politischen Karrieren von für die Partei wichtigen Persönlichkeiten: Petra Kelly, Robert Havemann, Herbert Gruhl, Joschka Fischer, Joseph Beuys und Werner Vogel. Anschließend stellt er die Vor- sowie die eigentliche Gründungsgeschichte der Partei dar. Im Abschlusskapitel thematisiert er die Regierungsbeteiligung der Partei seit 1998. Dabei beschäftigt Fuchs sich immer wieder mit der Art und Weise, wie die Partei mit dem ehemaligen CDU-Politiker Herbert Gruhl umgegangen ist. Der als konservativ geltende Verfasser des bekannten Werkes „Ein Planet wird geplündert“ sei permanent missverstanden worden und aus der Partei regelrecht hinausgeekelt worden. Die Grünen, so der Tenor der Arbeit, seien von Anfang an durch Machtkalküle ihrer Vordenker und späteren Spitzenpolitiker geprägt worden. Inzwischen dominiere das Bestreben nach Machterhalt, die zentralen politischen Inhalte und Forderungen seien praktisch kaum mehr von Bedeutung.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.331 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Jean Fuchs: Der grüne Verrat. Essen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24093-der-gruene-verrat_27746, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27746 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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