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/ 11.06.2013
Hans Peter Plischka

Der Kulturstaat oder das Ende des Kartells. Die Verfassung der technischen Zivilisation

Marburg: Tectum Verlag 2005; 96 S.; 24,90 €; ISBN 978-3-8288-8885-2
Die Macht der Parteien sowie des Geldes und die Technik würden drei elementare Wirkungsfaktoren der Moderne bilden, die Rückwirkungen auf die Verfassung haben und eine Neuinterpretation erforderlich machten, so die These des Autors. Dies sei in vielen politischen Systemen zu beobachten, was zu einer sich weltweit „ausprägenden Un-Ordnung“ (8) und einem Unfrieden geführt habe. Die Veränderung der gesellschaftlichen Situation habe den formalen Verfassungsaufbau zwar noch nicht berührt, stelle ihn aber zunehmend infrage. Daher werde sich die Verfassungsfrage neu stellen, prognostiziert Plischka. Derzeit mangele es an einer modernen politischen Theorie des Staates und der Gesellschaft, die die Krisen der Politik in einer Gesamtschau erfasst. Wie diese Theorie gestaltet werden sollte, lässt der Verfasser allerdings offen.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.22.3 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Hans Peter Plischka: Der Kulturstaat oder das Ende des Kartells. Marburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9519-der-kulturstaat-oder-das-ende-des-kartells_29238, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29238 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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