/ 18.06.2013
Rainer Nicolaysen
Der lange Weg zur VolkswagenStiftung. Eine Gründungsgeschichte im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
Göttingen: V&R Vandenhoeck & Ruprecht 2002; VIII, 519 S.; 38,- €; ISBN 3-525-86518-XSeit nunmehr vierzig Jahren unterstützt die VolkswagenStiftung als eine der größten privaten Stiftungen Europas unzählige Bildungs- und Forschungsinitiativen. Insgesamt wurden während dieser Zeit mehr als 26.000 Vorhaben mit einer Gesamtsumme von 2,7 Milliarden Euro gefördert. Der Historiker Nicolaysen untersucht in einer von der VolkswagenStiftung selbst angeregten Arbeit deren Gründungsgeschichte. Für den Zeitraum ab 1945 (schwerpunktmäßig jedoch erst ab 1953) vollzieht er die Debatte um die Verwendung des im Volkswagenwerk akkumulierten Kapitals bis zum Beginn der Fördertätigkeit nach. Die Abhandlung reicht von den ersten Privatisierungsplänen über die Idee der "Nationalstiftung Volkswagenwerk" und die politische Diskussion sowie Verabschiedung der "Volkswagengesetze". Offensichtlich wird dabei, dass die Gründung einer wissenschaftsfördernden Stiftung kein zwangsläufiges Ergebnis darstellt. Vielmehr wurden in der teilweise kontrovers geführten Debatte auch gänzlich andere Stiftungskonzepte und -ziele diskutiert.
Christoph Emminghaus (CEM)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.331
Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Rainer Nicolaysen: Der lange Weg zur VolkswagenStiftung. Göttingen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17941-der-lange-weg-zur-volkswagenstiftung_20711, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20711
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Dr., Politikwissenschaftler.
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