/ 21.06.2013
Heinz Verfürth
Die Arroganz der Eliten
Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus 2008; 256 S.; geb., 19,95 €; ISBN 978-3-579-06978-4Der Journalist Verfürth beschäftigt sich mit dem Versagen deutscher Eliten. Dabei nimmt er zum einen eine historische Perspektive ein und setzt mit Bismarck als „Retter für verschlissene Eliten“ (112) an. Zum anderen stellt er verschiedene Eliten in Politik, Wirtschaft und Kultur dar. Verfürth erkennt dabei durchaus Erfolge an, zu denen er eine florierende Wirtschaft, Elite-Universitäten und Nobelpreise zählt. Vor allem aber beschäftigt er sich mit Missständen und kritisiert zum Beispiel, dass eine der reichsten Volkswirtschaften der Welt Kinderarmut und Alterselend kennt und über einen Billiglohnsektor verfügt. Die Verantwortung für diese und andere kritikwürdige Entwicklungen liegt nach Ansicht des Autors bei den Eliten, deren Versagen er damit dokumentiert sieht. Die verschiedenen Eliten fänden nicht zur Kooperation, weshalb die deutsche Gesellschaft, so Verfürth weiter, gespalten sei wie nie zuvor – eine These, die in dieser Pauschalität wohl angezweifelt werden darf.
Heinz-Werner Höffken (HÖ)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.331
Empfohlene Zitierweise: Heinz-Werner Höffken, Rezension zu: Heinz Verfürth: Die Arroganz der Eliten Gütersloh: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28883-die-arroganz-der-eliten_34096, veröffentlicht am 12.08.2008.
Buch-Nr.: 34096
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
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