/ 18.06.2013
Peter Moritz
Die innergemeindliche Zuständigkeitsordnung zwischen Recht und Politik
Regensburg: S. Roderer Verlag 2002 (Theorie und Forschung 764, Rechtswissenschaften 110); 177 S.; 36,- €; ISBN 3-89783-322-0Rechtswiss. Diss. Erlangen-Nürnberg; Gutachter: R. Bartlsberger. - Neben der kommunalen Selbstverwaltung gehört auch die Ausführung staatlicher Weisungen zu den Aufgaben der Gemeinden. Allerdings ist die Übernahme dieser Aufgaben höchst unterschiedlich geregelt; in einigen Bundesländern obliegen sie der Verwaltung, in anderen der Gemeindevertretung. Doch wird zugleich der immer größere und nur durch umfangreiche Freistellung überhaupt zu bewältigende Arbeitsumfang für Kommunalpolitiker beklagt, der dieses ehrenamtliche Engagement nur noch für bestimmte Berufsgruppen praktisch möglich mache. Der Autor untersucht aus politikwissenschaftlicher Perspektive, welchem Modell angesichts dieser Probleme der Vorzug zu geben ist; er spricht sich im Ergebnis gegen eine monistische Gesamtzuständigkeit der Gemeindevertretung aus.
Inhaltsübersicht: II. Bürgerschaftliche Selbstverwaltung und Rechtsvollzug; III. Der Gemeinderat als politisches Organ einerseits und Verwaltungsorgan andererseits; IV. Die Übertragung von staatlichen Auftragsangelegenheiten auf die kommunale Selbstverwaltung; V. Der Trend zur Gemeindepolitik; VI. Kommunale Wahrnehmung von Staatsaufgaben nach dem Einheits- oder Trennungsmodell.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.325
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Peter Moritz: Die innergemeindliche Zuständigkeitsordnung zwischen Recht und Politik Regensburg: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18410-die-innergemeindliche-zustaendigkeitsordnung-zwischen-recht-und-politik_21320, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21320
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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