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/ 05.06.2013
Lea Rosh

"Die Juden, das sind doch die anderen" Der Streit um ein deutsches Denkmal. Mit Beiträgen von Eberhard Jäckel, Tilman Fichter, Jakob Schulze-Rohr, Wolfgang Ullmann und einem Geleitwort von Michel Friedmann

Berlin/Wien: Philo Verlagsgesellschaft 1999; 276 S.; geb., 39,80 DM; ISBN 3-8257-0127-1
Den Hauptteil des Bandes bildet die Rekonstruktion der Geschichte des Mahnmalprojektes durch seine Mitinitiatorin, beginnend mit dem ersten öffentlichen Aufruf der Mahnmalinitiative im Januar 1989 über den politischen Entscheidungsprozeß, der zur Ausschreibung eines künstlerischen Wettbewerbs 1994 führte, und die daran anschließende öffentliche Kontroverse über die prämierten Entwürfe bis hin zur Entscheidung des Bundestages vom 25. Juni 1999 zur "Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas" nach den Plänen von Peter Eisenman. Dieser Beitrag wird dokumentiert durch eine Vielzahl von Briefwechseln, Ausschnitten aus öffentlichen Reden, Sitzungsprotokollen, Flugschriften und Zeitungsartikeln, ohne daß seine Autorin ihre subjektive Darstellungsweise leugnet. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die Dokumentation aller Entwürfe zum Bundeswettbewerb in Form der Erläuterungen der Ausschreibungsteilnehmer zu ihren Entwürfen sowie der Pläne bzw. Fotomontagen dazu. Die übrigen Beiträge ordnen das Denkmalprojekt in den gesellschaftlichen und historischen Rahmen der Auseinandersetzung mit der Ermordung der Juden und den Verbrechen des NS-Staates in Deutschland ein. Inhalt: Lea Rosh: Von der Idee zur Entscheidung. Ein langer Weg (15-152); Eberhard Jäckel: Die Einzigartigkeit des Mordes an den europäischen Juden (155-170); Tilman Fichter: Zur Vorgeschichte des Denkmals: Fünf Generationen nach Auschwitz (173-201); Jakob Schulze-Rohr: Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Dokumentation prämierter Entwürfe des bundesoffenen Wettbewerbs 1994/95 und des "Engeren Auswahlverfahrens" Juli/Oktober 1997 (205-260); Wolfgang Ullmann: Wahrzeichen und Mahnmal. Ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin (263-272).
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.35 Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Lea Rosh: "Die Juden, das sind doch die anderen" Berlin/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8395-die-juden-das-sind-doch-die-anderen_11071, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 11071 Rezension drucken
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