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/ 18.06.2013
Jean-Paul Picaper

Die Verleumdungs AG. Wie Parteien mit Spendenskandalen Politik machen

Berlin: Quintessenz Verlags-GmbH 2002; 250 S.; 16,- €; ISBN 3-86124-560-4
Der renommierte französische Journalist und Kohl-Biograf Picaper diskutiert verschiedene Spendenskandale und -skandälchen, die die Republik in den letzten Jahren in Atem gehalten haben. Die engagierte Darstellung, in der viele Einzelheiten detailliert belegt sind, ist leicht lesbar und locker geschrieben. Spendenskandale, so ein Fazit des Autors, werden von den Medien nicht selten stark gepuscht. Ihre Ausschlachtung diene dazu, Aufmerksamkeit zu binden und "das Volk bei Laune zu halten" (237). Allerdings stört die einseitige Kritik an linken Parteien und Medien, die in Äußerungen wie "Die sogenannte Kohl-Affäre wurde von der rotgrünen Regierung inszeniert" oder "Zum Glück leistet der Axel-Springer-Verlag noch Widerstand gegen die geballte Übermacht der linken Medien" (240) deutlich wird. Ein Namensregister am Ende des Buches erleichtert den Zugang zu einzelnen Vorgängen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.352.331 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Jean-Paul Picaper: Die Verleumdungs AG. Berlin: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17880-die-verleumdungs-ag_20628, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20628 Rezension drucken
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