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/ 05.06.2013
Prozessgruppe zum Fall Hattingen / AG zu rassistischen Ermittlungen (Hrsg.)

Hattingen - Lübeck. Die Brandanschläge in der Barbarisierung der Gesellschaft

Berlin/Göttingen: Verlag der Buchläden Schwarze Risse - Rote Strasse 1998; 264 S.; 18,- DM; ISBN 3-924737-43-6
Die Herausgeberinnen, die sich 1995 - einige Monate vor Beginn des Hattinger Prozesses - und 1996 - nach dem Brandanschlag von Lübeck - formierten, empfinden große Wut angesichts der "Ermordung" von "Menschen 'anderer' Herkunft oder Hautfarbe" (9). Ihr im polemischen Ton gehaltenes Buch stellt "die polizeilichen und medialen Angriffe auf die Opfer von Brandanschlägen in den Vordergrund und zeigt die intensivsten Bemühungen, die Täter und Mörder zu schützen. Dieser ausgewählte Blick versucht eine Realität einzufangen, die entscheidend die neuesten Herrschaftsansprüche einer deutschen Mehrheits-Gesellschaft stützt, die ihre rassistische Formierung im Angriff auf ihre Opfer vorantreibt." (15 f.) Im ersten Teil erzählt eine Überlebende des Lübecker Brandanschlages über ihre Erfahrungen in der Brandnacht. Daran schließt sich ein Bericht über die Versuche an, in Hattingen und Lübeck Opfer des Brandanschlages "als Täterin und Täter zu verurteilen" (18). Ein Text zur Entwicklung rassistischer Gewalt im Zeitraum 1990 bis 1996 ergänzt die Beispiele und schließlich sollen die "Skizzen politischer Bewertung" unterschiedliche Diskussionsstränge zu dieser Thematik verdeutlichen.
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.35 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Prozessgruppe zum Fall Hattingen / AG zu rassistischen Ermittlungen (Hrsg.): Hattingen - Lübeck. Berlin/Göttingen: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6963-hattingen---luebeck_9328, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9328 Rezension drucken
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