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/ 05.06.2013
Silke Hecker

Kommunikation in ökologischen Unternehmenskrisen. Der Fall Shell und Brent Spar. Mit einem Geleitwort von Peter Szyska

Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag 1997 (DUV: Sozialwissenschaft); XII, 172 S.; brosch., 42,- DM; ISBN 3-8244-4214-0
In der kommunikationswissenschaftlichen Arbeit wird zunächst eine Definition von "ökologischer Unternehmenskrise" entwickelt, um darauf aufbauend am Präzedenzfall Brent Spar die Krisen-PR eines internationalen Konzerns zu analysieren. Hierfür hat die Autorin eine vierwöchige Medienanalyse ausgewählter Printmedien (Welt, FAZ und taz) durchgeführt, ergänzt durch eine quantitative und qualitative Analyse der Stellungnahmen von Greenpeace und des Shell-Konzerns. Im Ergebnis treten deutliche Defizite der Krisen-PR bei Shell zutage, diese erklärt Hecker zumindest teilweise mit den spezifischen Argumentationszusammenhängen in ökologischen Krisen. Abweichend von anderen Krisensituationen überwiegen in Umweltkrisen nicht die gewohnten ökonomischen Argumentationsstrukturen, sondern vielmehr ideologische oder werteorientierte Kommunikationsmuster. Unternehmen haben es in derartigen Situationen besonders schwer, sich gegenüber der Öffentlichkeit in ein positiveres Licht zu stellen.
Christoph Emminghaus (cem)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.333 Empfohlene Zitierweise: Christoph Emminghaus, Rezension zu: Silke Hecker: Kommunikation in ökologischen Unternehmenskrisen. Wiesbaden: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7688-kommunikation-in-oekologischen-unternehmenskrisen_10199, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10199 Rezension drucken
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