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/ 18.06.2013
Michael Schenk

Medienwirkungsforschung

Tübingen: Mohr Siebeck 2002; XX, 752 S.; 2., vollst. überarb. Aufl.; brosch., 74,- €; ISBN 3-16-146755-8
"In vielen Bereichen vermitteln die Massenmedien eine Grundorientierung, sie lenken und prägen die Blickrichtungen, Gedanken und Vorstellungen" (710) - auch im Hinblick auf die Politik. Deshalb ist dieses kommunikationswissenschaftliche Buch auch politikwissenschaftlich interessant. Die dargestellten Theorien zur Erforschung der Medienwirkung und der öffentlichen Meinung bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte zu politisch relevanten Fragen, so zum Beispiel zu der Agenda-Setting-Funktion der Massenmedien. Diesem Erklärungsansatz zufolge können die Medien den Menschen zwar nicht vorschreiben, was sie zu denken haben, aber durchaus, worüber sie nachdenken. 1987 erstmals erschienen, wurde das Buch für diese zweite Auflage vollständig überarbeitet und durch neue Forschungsergebnisse ergänzt, hinzugekommen ist ein Kapitel zur Informationsverarbeitung. Inhaltsübersicht: 1. Wirkungen der Massenmedien auf Einstellungen, Emotionen und Kognitionen; 2. Massenkommunikation und Interpersonale Kommunikation; 3. Gesellschaftliche Wirkungen der Massenkommunikation: I. Die Agenda-Setting-Funktion der Massenmedien; II. Die Theorie der Schweigespirale; III. Kultivierungsanalyse: Die Vielseherforschung George Gerbners; IV. Die Wissenskluft-Perspektive (von Heinz Bonfadelli); 4. Publikums- und Gratifikationsforschung; 5. Zum Stand der Medienforschung.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.22 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Michael Schenk: Medienwirkungsforschung Tübingen: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17243-medienwirkungsforschung_19838, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19838 Rezension drucken
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