/ 18.06.2013
Jürgen Bellers
Politische Ökonomie der Medien
Münster u. a.: Lit 2002 (Einführungen: Politik 3); 119 S.; brosch., 20,90 €; ISBN 3-8258-5867-7Die Bedeutung und die Rolle der Politik in der Wirtschaft werden nach Auffassung des Autors vor allem im Medienbereich offenkundig. Bellers unternimmt eine weitgehend solide Analyse der Verzahnung von Politik und Wirtschaft im medialen Sektor. Durch das Buch zieht sich ein roter Faden, der die Überschneidungen und Eingriffe politischer Akteure im Medienbereich aufzeigt. Eine gewichtige These des Autors ist der Zusammenhang zwischen Medienunternehmen und den beiden großen Volksparteien. Die kleineren Parteien wie FPD, Grüne oder PDS spielen nach Ansicht des Autors keine besondere Rolle, da diese als „Überdruck-Ventil" (79) der Volksparteien verstanden werden. Allerdings ist Bellers Argumentationskette teilweise nicht schlüssig; an manchen Stellen verliert er die analytische Vogelperspektive und gibt lediglich seine subjektiven Eindrücke wieder.
Peter Rötzel (PR)
Student, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und FernUniversität Hagen.
Rubrizierung: 2.333
Empfohlene Zitierweise: Peter Rötzel, Rezension zu: Jürgen Bellers: Politische Ökonomie der Medien Münster u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18450-politische-oekonomie-der-medien_21375, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21375
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Student, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und FernUniversität Hagen.
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