/ 21.06.2013
Josef Joffe / Dirk Maxeiner / Michael Miersch / Henryk M. Broder
Schöner Denken. Wie man politisch unkorrekt ist
München/Zürich: Piper 2007; 179 S.; geb., 14,90 €; ISBN 978-3-492-05016-6Das provozierend ansprechende Büchlein ist eine Sammlung flotter Sprüche renommierter Journalisten. Worthülsen, hinter denen sich Politiker gern verstecken, wenn sie nicht Klartext reden wollen oder können, werden hier schonungslos entlarvt. Sicher dürfte es auch für viele Leser, die nicht gerade der Berufsgruppe der Försterinnen angehören, sehr amüsant sein, sich über die „Geschlechterdimension von Natur- und Tätigkeitsverständnissen bei Akteuren/innen der Waldnutzung und des Waldschutzes“ (67) zu erheitern. Die meisten der aufgelisteten Schlagworte, von „Aufstand der Anständigen“ und „Europäischer Geist“ über „Konsumterror“, „Methusalem-Komplott“, „Neoliberal“ und „Paradigmenwechsel“ bis hin zu „Sozialer Frieden“, „Super-GAU“ und „Zivilgesellschaft“, haben jedoch mit einer kritischen Reflexion – oder auch nur der unterhaltsamen Behandlung – des Themas politischer Korrektheit oder Inkorrektheit nur sehr marginal etwas zu tun.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 2.35
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Josef Joffe / Dirk Maxeiner / Michael Miersch / Henryk M. Broder: Schöner Denken. München/Zürich: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27492-schoener-denken_32244, veröffentlicht am 16.08.2007.
Buch-Nr.: 32244
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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