/ 17.06.2013
Matthias Arning
Späte Abrechnung. Über Zwangsarbeiter, Schlußstriche und Berliner Verständigungen
Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 2001 (Die Zeit des Nationalsozialismus); 158 S.; 9,90 €; ISBN 3-596-15018-3Erst kürzlich wurden, mehr als 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, die ersten Entschädigungszahlungen an Zwangsarbeiter geleistet, die unter der nationalsozialistischen Herrschaft unter menschenunwürdigen Bedingungen in zahlreichen deutschen Unternehmen gearbeitet hatten. Vorangegangen war ein jahrzehntelanges Ringen der Opferverbände um die Anerkennung der Ansprüche. Das Buch gibt einerseits einen knappen historischen Überblick über die Einbindung der Zwangsarbeiter in die NS-Wirtschaft und zeichnet andererseits die Entschädigungsdiskussionen und -verhandlungen nach. Ein Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei auf der politischen Dimension des Themas; dabei werden sowohl die historischen als auch die aktuellen Debatten nachgezeichnet.
Inhaltsübersicht: 1. Wenn die Geschichte in die Gegenwart hereinbricht; 2. Wie eine jahrzehntelange Blockade zu bröckeln beginnt; 3. Zwangsarbeiter im "Dritten Reich"; 4. Die Verhandlungen zur Entschädigung von Zwangsarbeitern; 5. Geschichte der Gegenwart, Gegenwart der Geschichte - Verständigungsverhältnisse im Zeichen der Einheit.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.35
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Matthias Arning: Späte Abrechnung. Frankfurt a. M.: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/15151-spaete-abrechnung_17216, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 17216
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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