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/ 18.06.2013
Dorothee Liehr

Von der Aktion gegen den SPIEGEL zur SPIEGEL-Affäre

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2002 (Europäische Hochschulschriften: Reihe III, Geschichte und ihre Hilfswissenschaften 938); 209 S.; brosch., 35,30 €; ISBN 3-631-39964-2
Am Abend des 26. Oktober 1962 wurden in einer Nacht-und-Nebel Aktion der Polizei die Redaktionsräume des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel" unter dem Vorwurf des „Landesverrats" durchsucht, in der Folge leitende Mitarbeiter verhaftet, Dokumente beschlagnahmt und die weitere Redaktionsarbeit massiv behindert. Herausgeber und "Spiegel"-Gründer Rudolf Augstein saß über drei Monate lang im Gefängnis. Die Aktion zog eine umfassende öffentliche Debatte nach sich, in der sich insbesondere die Intellektuellen der noch jungen Bundesrepublik zu Wort meldeten. Die Affäre löste eine Regierungskrise aus und zwang den damaligen Bundesverteidigungsminister Strauß zum Rücktritt. Liehr untersucht, inwieweit die Interventionen und der Einfluss der Intellektuellen dafür verantwortlich waren, dass dieser Polizeieinsatz derartige tief greifende politische Folgen zeitigen konnte. Dazu hat die Autorin die damalige Berichterstattung der Medien sowie weitere Veröffentlichungen zum Thema ausgewertet.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3312.3332.35 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Dorothee Liehr: Von der Aktion gegen den SPIEGEL zur SPIEGEL-Affäre Frankfurt a. M. u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18526-von-der-aktion-gegen-den-spiegel-zur-spiegel-affaere_21471, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21471 Rezension drucken
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