Skip to main content
/ 20.06.2013
Wolf Schneider

Wörter waschen. 26 gute Gründe, politischen Begriffen zu misstrauen

Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2006; 157 S.; 10,- €; ISBN 3-499-62106-1
Wörter können Macht haben. Mit Begriffen wird das Denken besetzt. Wer die Begriffshoheit erobert, hat die Macht schon halb errungen. Der bekannte Journalist und Buchautor Schneider legt 26 Glossen vor, die erstmals in den Jahren 2003 und 2004 im Magazin „NZZ Folio“ unter der Rubrik „Sprachlese“ erschienen. Eingebettet in ein wenig Sprachphilosophie, analysiert Schneider über 100 Worte und Begriffe samt den Absichten, mit denen sie in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verwendet werden. Schlagworte wie Chancengleichheit, soziale Gerechtigkeit, Gesundheit und Selbstverwirklichung, Naturschutz, Armut, Fortschritt oder Lebensqualität: schillernde Begriffe, oftmals als Nebelkerzen verwendet. Schneider rät mit Bert Brecht zum „Wörter waschen!“, und wo das nicht reicht, da stößt er die Wortgötzen vom Sockel.
Burkard Steppacher (BKS)
Prof. Dr., Konrad-Adenauer-Stiftung; Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen, Universität zu Köln (http://www.jeanmonnetchair.uni-koeln.de/index.php?id=252).
Rubrizierung: 2.352.333 Empfohlene Zitierweise: Burkard Steppacher, Rezension zu: Wolf Schneider: Wörter waschen. Reinbek bei Hamburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24650-woerter-waschen_28472, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28472 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA