/ 17.06.2013
Wolfgang Sofsky
Zeiten des Schreckens. Amok, Terror, Krieg
Frankfurt a. M.: S. Fischer 2002; 256 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-10-072707-XSofsky deckt schlüssig die kulturellen Zusammenhänge, die innere Logik von Krieg, Terror und Verfolgung auf. Diese seien so tief verwurzelt, dass Hoffnungen auf ihr Ende illusorisch seien. Tatsächlich sei der menschliche Überlebenstrieb eine "soziale Destruktivkraft" (17), die dynamisch nach steter Abgrenzung von Tod und Zerstörung dränge. Gleichzeitig sei die Macht über Tod und Leben die umfassendste Form von Macht überhaupt. Schließlich befasst sich Sofsky mit den sozialen Mechanismen der Eingrenzung von Gewalt und der Beseitigung ihrer Folgen.
Inhaltsübersicht: I. Jenseits der Grenze: 1. Über das Töten; 2. Das Paradies der Grausamkeit; 3. Aktionen. II. Terror und Verfolgung: 4. Moderne und Barbarei; 5. Auschwitz, Kolyma, Hiroshima; 6. Terrorzeit. III. Krieg: 7. Kriegsgesellschaften; 8. Die Gewalt des Krieges; 9. Der wilde Krieg. IV. Nachwirkungen: 10. Vergeltung; 11. Vergessen; 12. Vom Verschwinden des Grauens.
Florian Peter Kühn (KÜ)
Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
Rubrizierung: 2.25
Empfohlene Zitierweise: Florian Peter Kühn, Rezension zu: Wolfgang Sofsky: Zeiten des Schreckens. Frankfurt a. M.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16517-zeiten-des-schreckens_18966, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 18966
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Dr., M. P. S., wiss. Mitarbeiter, Institut für Internationale Politik, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg.
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