/ 17.06.2013
Wendy Barnaby
Biowaffen. Die unsichtbare Gefahr. Aus dem Englischen von Monika Niehaus, Coralie Wink, Sebastian Vogel und Kurt Beginnen
München: Goldmann 2002; 288 S.; 10,- €; ISBN 3-442-15197-XSeit dem letzten Jahr kennt die Fantasie kaum noch Grenzen, wenn Sicherheitspolitiker aber auch der viel zitierte Mann auf der Straße sich mögliche Terrorszenarien ausmalen. Ein besonders furchterregendes ist der Angriff mit biologischen Waffen. Sie zu kontrollieren, ist eine wesentliche Aufgabe der Sicherheitspolitik, aber wohl auch die schwerste, denn sie sind im Vergleich zu atomaren oder chemischen Waffen vergleichsweise leicht herzustellen und selbst ein beschränkter Einsatz kann enorme Konsequenzen nach sich ziehen, wie die weltweite Panik nach den Anthrax-Anschlägen in Amerika im vergangenen Herbst zeigte. In dem informativen Buch der englischen Wissenschaftsjournalistin Barnaby wird ein Überblick über die existierenden biologischen Kampfmittel, ihre möglichen Anwendungsweisen, die Produzenten und das Risikopotenzial gegeben. Nach der Lektüre ist man zwar gut informiert, eine gewisse Beklemmung lässt sich jedoch angesichts der furchtbaren Zerstörungskraft, der relativ leichten Herstellung und schwer kontrollierbaren Verbreitung von Biowaffen nicht vermeiden. Die Autorin verfolgt vor allem das Ziel, eine breite Öffentlichkeit über biologische Kampfmittel aufklären zu wollen, damit letztlich auch der Druck auf die Staaten erhöht wird, wirksame Kontrollmechanismen zu beschließen.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.41
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Wendy Barnaby: Biowaffen. München: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/16663-biowaffen_19142, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19142
Rezension drucken
M. A., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA