/ 20.06.2013
Carl Amery (Hrsg.)
Briefe an den Reichtum
München: Luchterhand 2005; 270 S.; 18,- €; ISBN 3-630-87186-0In den teils von namhaften Persönlichkeiten verfassten Texten werden Einzelaspekte der derzeitigen Vermögensverteilung erörtert. Zudem werden Ereignisse diskutiert, die ein Licht auf die gegenwärtigen sozialen Ungerechtigkeiten werfen, wie beispielsweise der Vodafone-Skandal. Die einzelnen Texte sind sämtlich in Form von offenen Briefen geschrieben und an jeweils unterschiedliche, die Missstände repräsentierende Adressaten, wie beispielsweise Heinrich von Pierer gerichtet. Der gemeinsamer Tenor der inhaltlich ganz unterschiedlich akzentuierten Briefe ist die Kritik an den derzeitigen Vermögens-Asymmetrien und an der immer stärkeren Neigung der Vermögenden und Wirtschaftseliten, ihre soziale Verantwortung weitestgehend zu ignorieren oder sich teilweise sogar skrupellos zulasten der breiten Mehrheit zu bereichern. Es handelt sich um eine leicht lesbar geschriebene, nachdenklich stimmende Lektüre, die sich an ein breites Publikum richtet und eine ganze Reihe sachlicher Argumente enthält, aber für die wissenschaftliche Arbeit nicht geeignet ist.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.2 | 2.3 | 2.61 | 2.63 | 2.23 | 2.35
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Carl Amery (Hrsg.): Briefe an den Reichtum München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24452-briefe-an-den-reichtum_28232, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28232
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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