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/ 20.06.2013
Winfried Brugger

Das anthropologische Kreuz der Entscheidung in Politik und Recht

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2005 (Studien zur Rechtsphilosophie und Rechtstheorie 40); 189 S.; brosch., 39,- €; ISBN 3-8329-1465-X
Die Redewendung „Es ist ein Kreuz mit …“ enthält viel Wahrheit über die Tiefenstruktur menschlichen Handelns. Brugger, Ordinarius für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie in Erfurt, geht einer ganz bestimmten Deutung des Kreuzes menschlichen Handelns nach. Die Fragestellung ist von einem normativen Standpunkt her geprägt. Brugger sucht nach materialen Gerechtigkeitskriterien im Anschluss an das neue minimalistische Naturrecht, wie es etwa Herbert Hart formuliert hat. Aus dem anthropologischen Kreuz der Entscheidung möchte Brugger Maßstäbe für gutes individuelles und kollektives Handeln gewinnen. Die vier Achsen des Kreuzes, in dessen Mitte das Selbst steht, beschreiben nach oben Ideale und Werte, nach unten Antriebe und Bedürfnisse, nach links die Vergangenheit und nach rechts die Zukunft. Innerhalb dieser vier Dimensionen bewegt sich menschliches Handeln. Dieses anthropologische System wird anhand vielfältigster Lektüre aus den Bereichen der Psychologie, Biowissenschaften und der Philosophie entwickelt. Im Anschluss wird die Theorie auf verschiedene konkrete Fragen angewendet. Am Ende der Studie stehen acht Thesen zur Theorie des Kreuzes der Entscheidung, die auf eine „starke“ Philosophie der Gerechtigkeit zielen.
Sebastian Lasch (LA)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.412.212.322.352.232.643.2 Empfohlene Zitierweise: Sebastian Lasch, Rezension zu: Winfried Brugger: Das anthropologische Kreuz der Entscheidung in Politik und Recht Baden-Baden: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24603-das-anthropologische-kreuz-der-entscheidung-in-politik-und-recht_28419, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28419 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA